Hotspot Security im DMR Brandmeisternetz einschalten – jetzt!

Die Einbindung eines Hotspots in das Brandmeisternetz erfordert ein Passwort. Dieses ist in der Regel als Standard bereits in der Hotspot Software hinterlegt, daher ist es vielen OM nicht bewusst, dass es so ist. Dies bedeutet, dass eigentlich jeder einen Hotspot mit Deinen Daten konfigurieren kann und dann den Hotspot über Deine ID und Dein Rufzeichen unrechtmäßig betreiben kann. Um dies zu verhindern, bietet Brandmeister die Hotspot Security, eine Möglichkeit, ein eigenes Passwort zu setzen.

Dies ist absolut empfehlenswert und ich habe es vor einigen Tagen auf meinem MMDVM Hotspot eingerichtet. Vorgehensweise: Im Selfcare Bereich vom Brandmeister Dashboard das persönliche Passwort setzen und gut aufschreiben. Anschließend im Bereich „Konfiguration“ der Pi-Star Software im Abschnitt DMR Konfiguration das persönliche neue Passwort setzen und abspeichern. Achtung: Keine Sonderzeichen benutzen, dies führt zu Fehlern. Wenn die Hotspot Security eingeschaltet ist, können sich Hotspots nur noch über Dein Rufzeichen / ID anmelden, die Dein persönliches Passwort übermitteln.

Das Einschalten der Sicherheit funktioniert auch bei anderen Hotspots. Weitere Infos gibt es auf der Seite von Brandmeister Deutschland.

Viel Erfolg bei Einrichtung und testen. 73, de Uwe – DL2UL

Ausnahmsweise mal Politik. Nur dass es allen Politikern klar ist, was mich ankotzt.

Wir leben in einem Land, was sich noch nicht mal selbst verteidigen kann. Wir haben einen Außenminister, der bei jeder Krise irgendwelche Phrasen drischt und den schon keiner mehr ernst nimmt und wir wären nicht mal in der Lage, bei einer Geiselnahme oder der Kaperung eines Schiffes eine bewaffnete entschlossene Befreiungsaktion durchzuführen. Deutschland ist ein Land, das seine Bündnisverpflichtungen seit Jahren nicht einhält. Warum sollen uns die Bündnispartner eigentlich im Notfall beispringen. Unsere Armee ist leider so katastrophal ausgerüstet, dass die Einsatzfähigkeit bei einer massiven Drohung schlichtweg nicht gegeben erscheint. Und kein Politiker macht was daran.

Unsere Rechtsnormen und Gerichte treffen immer mehr Urteile, die für die Menschen nicht mehr nachvollziehbar sind. Vergewaltiger und Kinderschänder, die 2 Jahre auf Bewährung bekommen, Jugendliche, die in Schwimmbädern rumpöbeln und noch nicht mal die Personalien festgehalten werden, Zonen, in denen die Polizei nur noch mit mindestens 4-6 Streifenwagen rein fährt. Dazu gehört auch, dass wir erkannte Regelverletzer nicht konsequent abschieben und unser Grenzen konsequent sichern.

Wir leben in einem Land, in dem wir wissen, dass nicht genug für die Kinderbetreuung getan wird und nicht genügend Kinderbetreuungsstätten bestehen. Was ausbleibt: Das entschlossene Handeln, um dies abzustellen. Gleichzeitig wächst der Bundestag und damit die Kosten dafür immer weiter an. Schon heute ist der Bundestag größer als das Europa-Parlament, das ist unfassbar, denn die Leistungen bleiben schwach, Konsequenz und Entschlossenheit zu gering.

Was macht die Regierung eigentlich konkret? Wir leben in unmittelbarer Nähe eines maroden Atomkraftwerks in Belgien. Ich habe nicht den Eindruck, dass wir alle politischen Druckmittel einsetzen, um ein Umdenken in Belgien zu erzwingen. Wenn das Ding hoch geht, freue ich mich schon auf die Betroffenheitssprüche der Politik. Leider werde ich kurze Zeit später tot sein, da ich genau im fall-out stream lebe.

Wir leben in einem Land, in dem fast die gesamte Autoindustrie Millionen von Kunden straflos betrügen kann, ein Verkehrsminister aktiv Lösungen zu Lasten der Verursacher blockiert und eine Alibi-Regelung nur auf Druck der Kanzlerin entsteht. Bezahlen soll das alles jetzt der Bürger, der betrogen wurde. Die Politik ist für die Bürger da, nicht für die Geld scheffelnde Autoindustrie. Auch hier: Totales Politikversagen.

Wir leben in einem Land, dass technologisch immer weiter zurück fällt. Während in Skandinavien oder Frankreich das Mobilfunknetz bis in die äusserste Pampa bestens funktioniert, ist es selbst in Ballungszentren in Deutschland löchrig wie ein Schweizer Käse. Die Ausstattung der Mobilität mit E-Motoren und Ladestationen in Deutschland kommt nicht gut voran, Autos mit E-Motor sind zu teuer, Ladestationen zu wenig, wo sind die Initiativen, dies erfolgreich und schnell zu ändern? Wir diskutieren immer nur und beauftragen irgendwelche Gutachten für Millionen von Euro.

Ich könnte noch sehr lange weiter machen. Die Frage ist, was kann man tun? Ich kann es auch nicht mehr sagen. In der Vergangenheit hätte ich gesagt, wähle eine andere demokratische Partei. Das hilft aber leider aus meiner Sicht nicht mehr, Da keine der für mich in Betracht kommenden Parteien, einen guten Job macht. Das Politikversagen ist kollektiv. Wenn das so weiter geht, werden radikale Kräfte in Deutschland immer mehr gestärkt, was mir große Sorgen macht. Wir sollten uns daran erinnern: Auch der übelste Diktator und Verbrecher Deutschlands wurde 1933 demokratisch gewählt.

Und Auswandern? Das kann man ja immer leicht sagen, wenn es Dir nicht mehr gefällt, geh doch. Diese Trump-Sprüche gehen am Thema vorbei, da einfach zu viele menschliche und wirtschaftliche Abhängigkeiten bestehen. Wir müssen unser Land so gestalten, dass es passt. Es gab Politiker, wie Willi Brandt oder Helmut Schmidt, die dazu in der Lage waren.

HamRadio 2019 – unverhofft am Bodensee

Einige Jahre war ich nun zwischenzeitlich nicht mehr bei der HamRadio und auch in diesem Jahr ließ die private Urlaubsplanung und das QRL eigentlich keinen Besuch zu. Dies galt so lange, bis meine XYL mir in den Wäldern von Südschweden eröffnete, dass Sie da schon mal ein Hotel am Bodensee für nächsten Freitag – Sonntag reserviert hätte und auch eine Online Mehrtageskarte schon mal gebucht hat. Große Freude, Umdisposition im QRL war möglich und so traf ich am Freitag Abend im Jägerhaus ein, wo sich schon jede Menge Funkamateure einquartiert hatten. Die Menschen am Bodensee kennen das schon, die Typen mit den ganzen Antennen auf den Autos.

Meine Messe Eindrücke

Nun, ich fange mal damit an, dass alles sich irgendwie kleiner anfühlt als noch vor vier Jahren, im Nachgang zeigte sich auch, dass der DARC heute ca. 14.000 Besucher als Erfolg wertet. Das waren bei meinem letzten Besuch noch 17.000 und auch die schöne Messeparty mit live Band gibt es schon lange nicht mehr.

Inhaltlich hat mir die Messe trotzdem wieder sehr viel Spaß gemacht. Viele informative Stände, und natürlich auch diverse Händler, wo man eigentlich immer etwas zum Spielen findet. Es schien so, dass ein Handfunkgerät ohne Bluetooth Schnittstelle tendenziell unverkäuflich ist und insbesondere die Geräte mit der Markenbezeichnung Anytone in der neuesten Ausgabe mit Bluetooth und wieder sehr umfassender Ausstattung wohl das Messemitbringsel waren. Auch wurde von dieser Marke ein sehr umfassend ausgestattetes Mobilfunkgerät vorgestellt, welches wohl im Spätsommer verfügbar sein soll. Zwischenzeitlich kann man auch jede Menge der neuen Anytone 878 Geräte im Brandmeisternetz hören. Auch Yaesu hatte sein neues FT3DE am Stand zum Ausprobieren, leider ist das Gerät noch nicht verfügbar, es machte für mich einen sehr guten Eindruck. Bei Licht betrachtet, ist der Unterschied zum FT2DE allerdings nicht so groß: Bluetooth und ein sehr gutes Farbdisplay machen den Unterschied.

Sehr interessant war auch der AMSAT Vortrag zum EsHail-Projekt, dem ersten geostationären Satelliten für Funkamateure. Hier kann ich nur staunen, wie die Funkamateure der AMSAT es hinbekommen haben, dass dieses Projekt nun im All für Funkamateure zur Verfügung steht.

Nicht fehlen durfte auch ein Ballonstart, der von Ralf Wilke, DF3WR sehr professionell moderiert wurde. Die Nutzlasten konnten über APRS.FI sehr lange verfolgt werden. Auch einen Flohmarkt gab es wieder, jetzt bin ich nicht so der Flohmarkt-Fan, vieles machte auf mich den Eindruck, dass hier Elektroschrott zu hohen Preisen entsorgt werden sollte. Interessant war der Stand mit den Funkamateuren aus dem Fernschreiber Projekt i-telex.net, die mit viel Engagement alte Fernschreiber mit Internet- und Funktechnik koppeln und die Geräte wieder zum Leben erwecken.

Der Sonntag war dann noch mal ein Tag, an dem es sehr viel ruhiger war, leider ist es noch immer so, dass diverse Aussteller dann schon abbauen, was nich nicht fair finde, wenn man eine drei Tages Karte verkauft. Wenn der dritte Tag so schwach ist, dann sollte man klare Linie fahren und die Messe nur Freitag und Samstag anbieten, denn auch auf der DARC Bühne war Sonntag fast nichts.

Fazit

Es war über alles ein schöner Besuch auf der HamRadio, den ich auch sicher wiederholen möchte. Viele interessante Entwicklungen, gute Vorträge und viele Gespräche mit Funkamateuren, die man sonst nur über Funk hört. Zum Schluss darf auch eine kleine persönliche Bildergalerie nicht fehlen.

73, Uwe – DL2UL