Ein Sonntag Nachmittag auf der TG 262 – Trotzdem macht Digitalfunk Spaß

Jeder Funkamateur kennt die Geschichten und Verhaltensweisen, die z. B. auf dem 80 Meter Band viele Neueinsteiger verstören und teilweise als niveaulos und absolut nicht im Sinne von korrekter Betriebstechnik oder gar Hamspirit zu erleben sind. Nun, das gibt es mittlerweile auch digital, z. B. in DMR auf der Talkgroup 262 Deutschland. Das was ich da heute Mittag erlebt habe, kann man phasenweise nur noch als das perfekte Chaos bezeichnen.

Auf der Talkgroup läuft ein QSO zwischen zwei OM, beide sind glasklar und ohne Störung zu empfangen. Trotzdem brüllt ein OM aus Lübeck penetrannt CQ in die TG und löst damit die Unterbrechung des QSOs durch Auslöschung von Sprachdurchgängen aus. Dies führt zu totaler Verwirrung und 10 Minuten versucht man wieder zu klären, wer bei wem ankommt. Der Mobilist aus Lübeck hat ganz klar ein Problem mit der Feldstärke an seinem Repeater und ist die Ursache des Problems. Dieses konkrete Beispiel wiederholt sich mehrfach an diesem Mittag und sorgt jedes Mal für erheblichen Verdruss und auch einige böse Kommentare.
Ursachen: Mangelnde Rücksicht, schlechte Betriebstechnik, erst hören, dann senden! Auch beachten sehr viele OM einfach nicht die Wartezeiten, die beim Senden im Digitalfunk unbedingt notwendig sind und löschen damit gegenseitig Durchgänge aus, was zu neuer Verwirrung führt.

Andere OMs im Verlaufe des Mittags sind entweder viel zu laut oder viel zu leise. Ihre Funkgeräte sind nicht korrekt eingestellt. Freundliche Hinweise an die OM, werden aufgenommen und beantwortet: „Ich habe noch keine Ahnung, wie ich das einstellen kann, ich stehe noch ganz am Anfang“ oder ähnliche Hinweise. Die Unfähigkeit, sein eigenes Funkgerät zu bedienen, ist sehr weit verbreitet und betrifft auch sehr intensiv die Programmierung der Codeplugs und damit die Möglichkeit, auf andere Talkgroups umzuschalten, damit die TG 262 entlastet wird. Sehr viele OM kennen definitiv das Brandmeister Handbuch auf bm262.de nicht. Schade, selbst diese gute Dokumentation wird teilweise nicht angenommen. Fortbildungsangebote häufig auch nicht, wie ich aus eigener Erfahrung in meinem OV Romeo 10 sagen kann. Auch die Amateurfunkausbildung muss sich aus meiner Sicht weiter entwickeln, um moderne, digitale Betriebsarten bereits in die Ausbildung zum Funkamateur integriert werden.
Ursachen: Mangelnder Wille zur Einarbeitung in die Grundlagen von DMR und Programmierung der Funkgeräte.

Fazit: Digitalfunk macht Spaß, aber insbesondere DMR erfordert einfach mehr Einarbeitung und Lernen als FM oder auch C4FM. Wer diese Einarbeitung scheut, der sollte sich für C4FM oder FM entscheiden. Auch die vielen chinesischen Funkgeräte und Hotspots, die ja alle ach so gut funktionieren, tragen ihren Teil zum Problem bei. Und wenn es gar nich mehr geht: Talkgruppe wechseln.

73, Uwe – DL2UL

Hotspot Security im DMR Brandmeisternetz einschalten – jetzt!

Die Einbindung eines Hotspots in das Brandmeisternetz erfordert ein Passwort. Dieses ist in der Regel als Standard bereits in der Hotspot Software hinterlegt, daher ist es vielen OM nicht bewusst, dass es so ist. Dies bedeutet, dass eigentlich jeder einen Hotspot mit Deinen Daten konfigurieren kann und dann den Hotspot über Deine ID und Dein Rufzeichen unrechtmäßig betreiben kann. Um dies zu verhindern, bietet Brandmeister die Hotspot Security, eine Möglichkeit, ein eigenes Passwort zu setzen.

Dies ist absolut empfehlenswert und ich habe es vor einigen Tagen auf meinem MMDVM Hotspot eingerichtet. Vorgehensweise: Im Selfcare Bereich vom Brandmeister Dashboard das persönliche Passwort setzen und gut aufschreiben. Anschließend im Bereich „Konfiguration“ der Pi-Star Software im Abschnitt DMR Konfiguration das persönliche neue Passwort setzen und abspeichern. Achtung: Keine Sonderzeichen benutzen, dies führt zu Fehlern. Wenn die Hotspot Security eingeschaltet ist, können sich Hotspots nur noch über Dein Rufzeichen / ID anmelden, die Dein persönliches Passwort übermitteln.

Das Einschalten der Sicherheit funktioniert auch bei anderen Hotspots. Weitere Infos gibt es auf der Seite von Brandmeister Deutschland.

Viel Erfolg bei Einrichtung und testen. 73, de Uwe – DL2UL

Ausnahmsweise mal Politik. Nur dass es allen Politikern klar ist, was mich ankotzt.

Wir leben in einem Land, was sich noch nicht mal selbst verteidigen kann. Wir haben einen Außenminister, der bei jeder Krise irgendwelche Phrasen drischt und den schon keiner mehr ernst nimmt und wir wären nicht mal in der Lage, bei einer Geiselnahme oder der Kaperung eines Schiffes eine bewaffnete entschlossene Befreiungsaktion durchzuführen. Deutschland ist ein Land, das seine Bündnisverpflichtungen seit Jahren nicht einhält. Warum sollen uns die Bündnispartner eigentlich im Notfall beispringen. Unsere Armee ist leider so katastrophal ausgerüstet, dass die Einsatzfähigkeit bei einer massiven Drohung schlichtweg nicht gegeben erscheint. Und kein Politiker macht was daran.

Unsere Rechtsnormen und Gerichte treffen immer mehr Urteile, die für die Menschen nicht mehr nachvollziehbar sind. Vergewaltiger und Kinderschänder, die 2 Jahre auf Bewährung bekommen, Jugendliche, die in Schwimmbädern rumpöbeln und noch nicht mal die Personalien festgehalten werden, Zonen, in denen die Polizei nur noch mit mindestens 4-6 Streifenwagen rein fährt. Dazu gehört auch, dass wir erkannte Regelverletzer nicht konsequent abschieben und unser Grenzen konsequent sichern.

Wir leben in einem Land, in dem wir wissen, dass nicht genug für die Kinderbetreuung getan wird und nicht genügend Kinderbetreuungsstätten bestehen. Was ausbleibt: Das entschlossene Handeln, um dies abzustellen. Gleichzeitig wächst der Bundestag und damit die Kosten dafür immer weiter an. Schon heute ist der Bundestag größer als das Europa-Parlament, das ist unfassbar, denn die Leistungen bleiben schwach, Konsequenz und Entschlossenheit zu gering.

Was macht die Regierung eigentlich konkret? Wir leben in unmittelbarer Nähe eines maroden Atomkraftwerks in Belgien. Ich habe nicht den Eindruck, dass wir alle politischen Druckmittel einsetzen, um ein Umdenken in Belgien zu erzwingen. Wenn das Ding hoch geht, freue ich mich schon auf die Betroffenheitssprüche der Politik. Leider werde ich kurze Zeit später tot sein, da ich genau im fall-out stream lebe.

Wir leben in einem Land, in dem fast die gesamte Autoindustrie Millionen von Kunden straflos betrügen kann, ein Verkehrsminister aktiv Lösungen zu Lasten der Verursacher blockiert und eine Alibi-Regelung nur auf Druck der Kanzlerin entsteht. Bezahlen soll das alles jetzt der Bürger, der betrogen wurde. Die Politik ist für die Bürger da, nicht für die Geld scheffelnde Autoindustrie. Auch hier: Totales Politikversagen.

Wir leben in einem Land, dass technologisch immer weiter zurück fällt. Während in Skandinavien oder Frankreich das Mobilfunknetz bis in die äusserste Pampa bestens funktioniert, ist es selbst in Ballungszentren in Deutschland löchrig wie ein Schweizer Käse. Die Ausstattung der Mobilität mit E-Motoren und Ladestationen in Deutschland kommt nicht gut voran, Autos mit E-Motor sind zu teuer, Ladestationen zu wenig, wo sind die Initiativen, dies erfolgreich und schnell zu ändern? Wir diskutieren immer nur und beauftragen irgendwelche Gutachten für Millionen von Euro.

Ich könnte noch sehr lange weiter machen. Die Frage ist, was kann man tun? Ich kann es auch nicht mehr sagen. In der Vergangenheit hätte ich gesagt, wähle eine andere demokratische Partei. Das hilft aber leider aus meiner Sicht nicht mehr, Da keine der für mich in Betracht kommenden Parteien, einen guten Job macht. Das Politikversagen ist kollektiv. Wenn das so weiter geht, werden radikale Kräfte in Deutschland immer mehr gestärkt, was mir große Sorgen macht. Wir sollten uns daran erinnern: Auch der übelste Diktator und Verbrecher Deutschlands wurde 1933 demokratisch gewählt.

Und Auswandern? Das kann man ja immer leicht sagen, wenn es Dir nicht mehr gefällt, geh doch. Diese Trump-Sprüche gehen am Thema vorbei, da einfach zu viele menschliche und wirtschaftliche Abhängigkeiten bestehen. Wir müssen unser Land so gestalten, dass es passt. Es gab Politiker, wie Willi Brandt oder Helmut Schmidt, die dazu in der Lage waren.

HamRadio 2019 – unverhofft am Bodensee

Einige Jahre war ich nun zwischenzeitlich nicht mehr bei der HamRadio und auch in diesem Jahr ließ die private Urlaubsplanung und das QRL eigentlich keinen Besuch zu. Dies galt so lange, bis meine XYL mir in den Wäldern von Südschweden eröffnete, dass Sie da schon mal ein Hotel am Bodensee für nächsten Freitag – Sonntag reserviert hätte und auch eine Online Mehrtageskarte schon mal gebucht hat. Große Freude, Umdisposition im QRL war möglich und so traf ich am Freitag Abend im Jägerhaus ein, wo sich schon jede Menge Funkamateure einquartiert hatten. Die Menschen am Bodensee kennen das schon, die Typen mit den ganzen Antennen auf den Autos.

Meine Messe Eindrücke

Nun, ich fange mal damit an, dass alles sich irgendwie kleiner anfühlt als noch vor vier Jahren, im Nachgang zeigte sich auch, dass der DARC heute ca. 14.000 Besucher als Erfolg wertet. Das waren bei meinem letzten Besuch noch 17.000 und auch die schöne Messeparty mit live Band gibt es schon lange nicht mehr.

Inhaltlich hat mir die Messe trotzdem wieder sehr viel Spaß gemacht. Viele informative Stände, und natürlich auch diverse Händler, wo man eigentlich immer etwas zum Spielen findet. Es schien so, dass ein Handfunkgerät ohne Bluetooth Schnittstelle tendenziell unverkäuflich ist und insbesondere die Geräte mit der Markenbezeichnung Anytone in der neuesten Ausgabe mit Bluetooth und wieder sehr umfassender Ausstattung wohl das Messemitbringsel waren. Auch wurde von dieser Marke ein sehr umfassend ausgestattetes Mobilfunkgerät vorgestellt, welches wohl im Spätsommer verfügbar sein soll. Zwischenzeitlich kann man auch jede Menge der neuen Anytone 878 Geräte im Brandmeisternetz hören. Auch Yaesu hatte sein neues FT3DE am Stand zum Ausprobieren, leider ist das Gerät noch nicht verfügbar, es machte für mich einen sehr guten Eindruck. Bei Licht betrachtet, ist der Unterschied zum FT2DE allerdings nicht so groß: Bluetooth und ein sehr gutes Farbdisplay machen den Unterschied.

Sehr interessant war auch der AMSAT Vortrag zum EsHail-Projekt, dem ersten geostationären Satelliten für Funkamateure. Hier kann ich nur staunen, wie die Funkamateure der AMSAT es hinbekommen haben, dass dieses Projekt nun im All für Funkamateure zur Verfügung steht.

Nicht fehlen durfte auch ein Ballonstart, der von Ralf Wilke, DF3WR sehr professionell moderiert wurde. Die Nutzlasten konnten über APRS.FI sehr lange verfolgt werden. Auch einen Flohmarkt gab es wieder, jetzt bin ich nicht so der Flohmarkt-Fan, vieles machte auf mich den Eindruck, dass hier Elektroschrott zu hohen Preisen entsorgt werden sollte. Interessant war der Stand mit den Funkamateuren aus dem Fernschreiber Projekt i-telex.net, die mit viel Engagement alte Fernschreiber mit Internet- und Funktechnik koppeln und die Geräte wieder zum Leben erwecken.

Der Sonntag war dann noch mal ein Tag, an dem es sehr viel ruhiger war, leider ist es noch immer so, dass diverse Aussteller dann schon abbauen, was nich nicht fair finde, wenn man eine drei Tages Karte verkauft. Wenn der dritte Tag so schwach ist, dann sollte man klare Linie fahren und die Messe nur Freitag und Samstag anbieten, denn auch auf der DARC Bühne war Sonntag fast nichts.

Fazit

Es war über alles ein schöner Besuch auf der HamRadio, den ich auch sicher wiederholen möchte. Viele interessante Entwicklungen, gute Vorträge und viele Gespräche mit Funkamateuren, die man sonst nur über Funk hört. Zum Schluss darf auch eine kleine persönliche Bildergalerie nicht fehlen.

73, Uwe – DL2UL

Amateurfunk am 1. Mai in der Natur. Irgendwo war auch ’ne Burg

Es war mal nach längerer Zeit wieder ein schönes Erlebnis: Funken mit Gleichgesinnten in der Natur. Am 1. Mai hatten Mitglieder des DARC OV R27 in Nettetal Kaldenkirchen das Rittergut Altenhof aktiviert. Ich habe das Rittergut zwar nicht gesehen, aber es war in der maximal von COTA akzeptierten Entfernung. Ach ja, zwei Mitglieder des DARC Romeo 10 waren auch vor Ort.

Die Mannen vom R27 waren top ausgestattet und konnten zwei Kurzwellenstationen mit portabler Stromversorgung (Akkus, Solarpanele und für den Notfall Generator) in die Luft bringen. Ich habe mich dann dazu gesellt, und mit einem Hotspot und meinem DMR Handfunkgerät Burgenfunk auf DMR gemacht. Und siehe da, schon hatte ich den Distriktvorsitzenden auf DMR dran, der sich ebenfalls mit der Aktivierung einer Burg abmühte. Auf Kurzwelle kamen einige Verbindungen zusammen, das wird demnächst sicher auf der Webseite des R27 zu lesen sein.

Auf DMR gab es auf diversen Talkgroups zwar einige nette Verbindungen, aber ganz sicher keine Nachfrage nach unserer Burgennummer. Die Rosine für mich war die Verbindung nach Japan, mit Ken, JP3RPQ in der nähe von Osaka. Da wurden sogar die Kurzwellenspezis vom R27 hellhörig, und erkundigten sich mal, was ich da eigentlich treibe. Bis dahin hatten sie mich immerhin sehr freundlich geduldet. Nein, kleiner Spaß, es war sehr nett und freundlich. Eine schöne Funkaktivität in der Natur.

73, de Uwe – DL2UL

Burgentag im Amateurfunk am 1. Mai mit DARC OV R27 und R10

Die COTA-Group (castles on the air) startet am 1. Mai wieder den Amateurfunk Burgentag. Wer dabei sein will, sucht sich eine der zahllosen Burgen in Deutschland und aktiviert den Standort, in dem möglichst viele Amateurfunkverbindungen hergestellt werden und dabei die COTA-Nummer der jeweiligen Burg vergeben wird. Ein idealer Termin, um Amateurfunk in der freien Natur selbst zu betreiben oder möglichst viele Punkte für zahllose Burgendiplome zu ergattern.

Hier am Niederrhein werden Mitglieder der DARC Ortsverbände R 27 Nettetal und R 10 Mönchengladbach gemeinsam das Rittergut Altenhof in Nettetal Kaldenkirchen NRB-002 und DL-00329 aktivieren. Gäste sind herzlich vor Ort willkommen, weitere Infos gibt es auf der Webseite des R27.

Für besuchende Funkamateure gibt es die Anruf-Frequenz 145.515 MHz für eine Einweisung. Auch in digitalen Betriebsarten will man QRV sein über den Pegasus Raum wird eine Erreichbarkeit via C4FM und DMR sichergestellt.

73, de Uwe – DL2UL

Amateurfunk in DMR – Eine Einstiegshilfe

Bereits in einem früheren Blogartikel habe ich die drei digitalen Betriebsarten D-Star, C4FM und DMR miteinander verglichen. Auch heute steht mein Fazit noch: DMR mit vielen Möglichkeiten, vergleichsweise preiswertem Einstieg aber einer intensivere Einarbeitung.

Das Problem: Viele OM tasten sich selber in die Welt des DMR, kopieren sich einen Codeplug aus dem Netz und das hinter dem DMR und dem Brandmeisternetz liegende Konzept wird nicht verstanden. Und funktioniert etwas nicht, ist DMR „Mist“. Es gibt definitiv weiterhin Bedarf für Wissen im DMR Funk. Alleine heute, am 27.04.2019 habe ich vier OM im QSO gehabt, die sich alle für ihr erstes DMR QSO bedankten. An statt diese OM auf der TG 262 zu beschimpfen, ist Hilfe sicher der bessere Weg.

Ich biete zum Download eine strukturierte Aufbereitung der Inhalte, die für das Verständnis von Funkbetrieb im DMR-Brandmeisternetz erforderlich sind. Die Datei ist eine PDF-Datei mit einer Mindmap. Sie wird im Uhrzeigersinn gelesen, es geht rechts oben mit einer persönlichen Einordnung der Funkgeräte los. Folgende Themen werden behandelt:

– DMR Geräte, Netz
– Grundlagen
– Betrieb vorbereiten
– Betrieb durchführen
– Erweiterte Möglichkeiten

Die Inhalte sind nicht ausformuliert aber geben eine gute Orientierung und einen guten Einstieg für weitere eigene Recherchen.

Ich wünsche viel Spass und Erfolg mit der Einstiegshilfe.
73, Uwe – DL2UL

Aktuelle Infos und Support zum DMR Brandmeisternetz

Wir hatten heute eine Störung im Brandmeisternetz, deren Ursache mir letztendlich nicht genau bekannt ist. Der offiziellen Quelle nach war es eine Störung auf dem Brandmeisterserver BM 2621. Das Brandmeisterteam wirbt schon geraume Zeit dafür, dass wir auf 2622 wechseln, der der 1er nicht ganz stabil ist. Weitere Infos hier.

Im Verlauf dieser Störung habe ich eine Stelle gesucht, an der ich aktuelle und autorisierte Infos zur Lage im Brandmeisternetz erhalte. Auf Nachfrage in der Brandmeister User-Gruppe, die im Messenger-Dienst Telegram läuft, erhielt ich die Info, dass es dafür eine eigenständige Gruppe gibt.

Ich veröffentliche jetzt hier mal die Gruppen in Telegram, die mir zu Brandmeister bekannt sind, ich habe in letzter Zeit sehr viele OM auf DMR gesprochen, die diese Infoquellen noch nicht kennen. Es gibt in Telegram noch viele weitere interessante Gruppen u.a. zu den Funkgeräten von Anytone oder Hytera und viele mehr.

Infos und Ankündigungen zu BM und BM262. In diesem Telegram Kanal gibt es Infos zu Störungen oder aktuellen Nachrichten aus dem Team der BM-Verantwortlichen für DL

Telegram Gruppe DL User Brandmeister. In dieser Gruppe können Fragen gestellt werden. Es gibt Anwendersupport für den Brandmeister in Deutschland.

Was ist Telegram? Telegram ist ein Messenger, den man am Rechner wie am Mobiltelefon benutzen kann, entweder man lädt sich direkt am Telefon die entsprechende Applikation, oder man sieht sich auch erst mal das Ganze auf der Internetseite https://www.telegram.org/ an. Man benötigt für die Registrierung jedoch zwingend eine Mobiltelephonnummer zur Verifizierung der Identität. Diese ist nicht auch automatisch für die Teilnehmer der Gruppe einsehbar, also keine Sorge, man muß diese nicht allgemein offenlegen.

73, Uwe – DL2UL

Warum klappt es mit dem private Call in DMR oft nicht?

Wenn wir den private Call ausprobieren, passiert ganz häufig Folgendes: DL2UL ruft DF6KS via private Call. DL2UL befindet sich auf TG 2624 NRW. DF6KS befindet sich auf TG262. Der private Call funktioniert einwandfrei und DF6KS hört DL2UL und bekommt das auch auf seinem Gerät angezeigt. Leider dauert es mehr als drei Sekunden, bevor DF6KS den Ruf beantwortet. Nun hört DL2UL die Antwort leider nicht. Was ist passiert?

Im Funkgerät von DF6KS befindet sich der Parameter für die „Private Call Hangtime“ bei 3 Sekunden oder 3000 Millisekunden. Das ist häufig eine Standardeinstellung.  Danach hat das Funkgerät den private Call nicht mehr gehalten. Jetzt drückt DF6KS die PTT und antwortet. Da die 3 Sekunden vorbei sind, wird die Antwort an die im Channel voreingestellte TG 262 gesendet. Da ich auf TG 2624 bin, höre ich die Antwort nicht. Wie können wir das verbessern?

Wir verändern die „Private Call Hangtime“ z. b. auf 6 Sekunden. Dies geschieht in der CPS-Software des Funkgerätes. Es kann etwas knifflig sein, das Feld zu finden. Es ist aber sicher da. Nun hat DF6KS mehr Zeit, den Call zu beantworten. Das Gespräch wird nun als private Call funktionieren. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren.

73, Uwe – DL2UL

 

 

 

Möglichkeiten im Digitalfunk kennen und nutzen: Anruf mit dem Private Call

DMR als digitale Betriebsart bietet uns in vielen Betriebssituationen ganz neue Möglichkeiten. So auch, wenn wir einen Funkfreund gezielt rufen möchten. Im FM Relaisbetrieb vermuten wir in der Regel, wo unser Partner üblicherweise QRV ist und rufen dann gezielt auf dem Relais in FM. In DMR geht das besser.

Dazu muss ich entweder die DMR-ID meines Funkfreundes kennen oder ihn, noch besser, in meiner Kontaktliste auf dem Funkgerät bereits eingetragen haben. Ist das der Fall, wie im Beitragsbild zu sehen, markiere ich den Eintrag des Kontaktes und drücke einmal kurz die PTT. Über eine Relais oder einen Hotspot wird der Kontakt zum Brandmeister Netz hergestellt. Der Brandmeister Masterserver prüft, wo mein Funkfreund zuletzt QRV war und speichert das ab.

Nun drücke ich erneut die PTT und rufe. Wenn mein Partner sein Funkgerät im Brandmeister Netz QRV hat, egal wo, sollte nun mein Anruf aus seinem Lautsprecher kommen und er kann direkt antworten. Mit dieser Verbindung werden übrigens nicht sämtliche Relais aufgetastet, die Verbindung ist privat. Sie ist aber weder geheim noch verschlüsselt. Sie kann mitgehört werden, wenn ich z. B. auf dem Zielrelais ebenfalls QRV bin und den Monitor Modus aktiviert habe.

Was kann ich tun, wenn ich die DMR-ID gerade nicht zur Hand habe? Kein Problem, in jedem DMR Funkgerät kann mein eine Kontakt ID auch manuell eingeben. Wenn ich sie nicht habe, kann ich sie mit einer SMS mit folgendem Text abfragen: Info „Rufzeichen“ gesendet an die DMR ID 262993 und schon erhalte ich als Antwort die gewünschte DMR-ID .

Vorteile des „Private Call“ : Ich muss nicht wissen, wo sich mein Funkfreund gerade befindet (im Brandmeisternetz) und andere OM werden durch den Anruf nicht gestört. Weitere Infos findet Ihr im Brandmeisterhandbuch hier und hier. Viel Spaß beim Ausprobieren.

73, Uwe – DL2UL