Amateurfunkflohmarkt in Kaarst (R31) fällt auch im Jahr 2020 aus

Gemütlicher Saisonauftakt für das Amateurfunkjahr im Westen war stets der Amateurfunkflohmarkt in Kaarst (R31) im Georg-Büchner Gymnasium. Bereits im Jahr 2019 musste dieser beliebte Treffpunkt erstmals ausfallen, da das Gymnasium umgebaut wird.

Nachdem wir gemeinsam festgestellt hatten, dass es noch keinen Termin für diesen Markt im Jahr 2020 gibt, hat nun OM Michael, DB9DX die Verantwortlichen angeschrieben.

Karl-Hubert – Schubi, DG1EBM teilte nun auf Anfrage mit, dass die Location noch immer renoviert wird und daher auch im Jahr 2020 der beliebte Kaarster Flohmarkt leider ausfallen muss. Wollen wir hoffen, dass in 2021 der Anschluss wieder gefunden werden kann.

73, Uwe – DL2UL

Mehr Spaß mit Funkverbindung auf dem Amateurfunkmarkt in Dortmund

Am Samstag, dem 30.11.2019 war wieder Amateurfunkmarkt in Dortmund, immer noch eine der ganz großen Veranstaltungen für Funkamateure im Westen kurz vor dem Jahreswechsel. Die Organisation war wieder sehr gut, der Mix aus Flohmarkt, Neuwaren und vor allem Treff und persönlicher Austausch ist für mich einfach sehr ausgewogen und gut.

Wir vom Romeo 10 waren mit mindestens 12 Mitgliedern vor Ort und Michael, DB9DX und ich, DL2UL hatten einen erneuten Versuch gemacht, eine OV-Kommunikationsfrequenz für den Austausch vor Ort zu etablieren. Wir waren auf 433.150 Mhz oder 433.800 Mhz in FM QRV. Und das hatten wir auf unserem WhatsApp Kanal und in der Digitalrunde auf Telegram verbreitet. Ich freue mich, denn nachdem es auch schon in früheren Jahren öfter völlig umsonst war, hatten nun einige OM und YL Kontakt in der großen Halle, konnten sich treffen und auch Tipps zu den Ständen oder Produkten austauschen, und sei es, um auf die fantastischen Waffeln aufmerksam zu machen.

Ich habe denn auf dem Markt einige OM aus dem OV getroffen, die nicht QRV waren: Einer ist nicht auf WhatsApp, einer wollte Strom sparen und hat sein Funkgerät nicht an und mehrere haben das Funkgerät zu leise gestellt und hören in der lauten Halle nichts. Es gab sogar OM, die kein Funkgerät dabei hatten.

Hierzu mal einige Tipps:
– Kommunikation in der Gruppe ist auf einer solchen Veranstaltung sinnvoll und macht Spaß
– Wenn das Funkgerät aus ist, klappt es nicht. Strom sparen können wir zu Hause, im Zweifel einen zweiten Akku mitnehmen
– Ein kleines Headset oder ein abgesetztes Lautsprechermikrofon ist Gold wert. In so einer Halle ist es immer laut, daher sollte man sich nie auf das Gerät alleine verlassen. Lautstärke aufdrehen!
– Beim nächsten Mal werden wir eine OV-Frequenz noch intensiver und für alle erreichbar kommunizieren.

MIr hat der Amateurfunkmarkt in Dortmund dieses Jahr besonders viel Spaß gemacht, denn ich war mit Funkfreunden aus meinem OV in Verbindung. Wir sollten es öfters so machen, dass wir auf solchen Veranstaltungen den Kontakt zu einander halten. Denn am Ende sind wir doch Funkamateure, deren Hobby es ist, per Funk mit einander in Verbindung zu bleiben.

73, Uwe – DL2UL

Der DARC hat einen neuen Vorstand oder „Wer ist eigentlich der Bundesronny?“

Am letzten Sonntag wählte die DARC Mitgliederversammlung einen neuen Bundesvorstand. Im Vorfeld war mir auf Twitter eine sehr intensive Unterstützung und Publicity für den „Bundesronny“ besser Ronny Jerke, DG2RON aufgefallen. Nun, Ronny Jerke ist dann auch als ein Vorstandsmitglied gewählt worden. Aufgrund der ungewöhnlichen Kampagne über Twitter habe ich mich gefragt, wer Ronny eigentlich ist und was er anders machen will.

Um mehr zu erfahren, habe ich Ronny auf Twitter angeschrieben und er hat mir seine Bewerberrede zur Verfügung gestellt. Es ist nicht meine Aufgabe, diese zu veröffentlichen, aber ich konnte mir eine Meinung bilden. Themen wir „Transparenz“ nach innen zu den Mitgliedern und nach aussen, der Basis zuhören und dann aktiv an den Themen arbeiten sind für Ronny wichtige Themen.

Auch die Frage, warum nur 50 % der Funkamateure im DARC organisiert sind, treibt ihn um. Das sind auch aus meiner Sicht genau die Themen, an denen mit frischen Ideen gearbeitet werden muss. Insbesondere der Organisationsgrad der Mitglieder ist ein extrem wichtiges Thema, denn ohne eine machtvolle, mit vielen Mitgliedern unterlegte Interessenvertretung sind unsere Frequenzen schrittweise bald Geschichte. Und dann ist alles um unser Hobby zu Ende.

Ich bin sicher, das Ronny, der übrigens erst 38 Jahre alt ist, eine Chance und Unterstützung verdient, um frischen Wind in die Führung des DARC zu bringen. Selbstverständlich wünsche ich dem gesamten neuen Vorstand eine glückliche Hand.

73, Uwe – DL2UL

P.S.: Wer sich für den Amateurfunk interessiert und einfach mal reinschauen möchte, ist bei uns im DARC OV Mönchengladbach (Romeo 10) herzlich willkommen. Am Freitag ist wieder Clubabend. Weitere Infos dazu hier!

Yaesu FT3-DE – Und die Suche nach dem Bluetooth Headset

Das Yaesu FT3-DE ist das aktuellste Handfunkgerät aus dem Hause Yaesu, insgesamt ein sehr umfassend ausgestattetes Gerät im Formfaktor des FT70, mit einem sehr schönen und hoch auflösenden Touch Bildschirm in Farbe und praktisch ähnlich umfassenden Funktionsumfang wie das FT2-DE.

Ein wichtiger neuer Mehrwert ist die Bluetooth Schnittstelle des Gerätes. Passend dazu bietet Yaesu auch für vergleichsweise kleines Geld ein Bluetooth Headset an, das SSM-BT10. Gemeinsam mit OM aus der Region haben wir nun umfassende Tests in der Praxis mit diesem Headset hinter uns. Ergebnis, das Headset ist praktisch unbrauchbar, es klingt schrecklich, zumindest war es bei den beiden OM, mit denen ich getestet habe, der Fall. Wir raten klar von dem Headset ab.

Vor einigen Monaten habe ich in einem Artikel schon mal über das Plantronics Voyager Legend Headset berichtet, welches ich am FTM-400 Mobilgerät von Yaesu mit Erfolg eingesetzt habe. Dieses Headset habe ich am FT3 nun auch gekoppelt und mit guten Rapporten getestet. Mittlerweile haben mehrere OM in meiner Region dieses Headset erfolgreich im Einsatz. Es kostet aktuell bei Amazon ca. 57 EUR und bietet eine hochwertige Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen. Auch die PTT funktioniert mit der Taste am Mikrofonbügel des Headsets. Klare Empfehlung für das Gerät, einsetzbar am FT3 sowie am FTM-400 mit Bluetootheinheit BU-2.

Was uns sonst noch so an der Bluetooth Funktion des FT3 aufgefallen ist: Die Reichweite der Bluetoothverbindung ist sehr gering, maximal 2 Meter. Es kann schon bei ganz geringen Dämpfungen durch Körper oder Jacke zu Störgeräuschen kommen. Das ist eine sehr negative und üble Einschränkung, hier muss Yaesu nachbessern, fraglich ob das bei ausgelieferten Geräten möglich ist. Das ist bei Funkgeräten von Motorola unvergleichlich viel besser gelöst. Schade!

Ich hoffe, mit dem Beitrag etwas zur Aufklärung beizutragen, Fragen über die Kommentarfunktion beantworte ich gerne.

73, Uwe – DL2UL

Neuer Amateurfunk Kurs für Klasse A beim Romeo 10

Der DARC Ortsverband Mönchengladbach ist traditionell einer der ganz aktiven Ortsverbände, wenn es um Ausbildung geht. Die aktuell vielen neuen bestandenen Prüfungen, die zu neuen Funkamateuren mit Rufzeichen führen, sprechen eine deutliche Sprache.

Nun gibt es eine neue Gelegenheit, das Amateurfunkzeugnis Klasse A zu erwerben. Ab 19.11.2019 geht es los. Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Romeo 10. Fragen und Anmeldungen gerne an den OVV vom Romeo 10, Fritz Wiebel.

Vy 73, Uwe – DL2UL

Flohmarkt für Funkamateure auf Telegram

Vor einigen Wochen habe ich versucht, in einer Telegram Gruppe, die als Funk-Flohmarkt funktionieren sollte, zwei oder drei Geräte von mir zu verkaufen. Dabei wurde ich leider von den vielen Regeln in dieser Gruppe ausgebremst. Wie ich feststellen konnte, bin ich mit diesem Problem nicht alleine.

Daher habe ich heute nach Ermutigung durch weitere Betroffene eine neue Gruppe als Flohmarkt für Funkamateure eröffnet. Hier wollen wir wertschätzend und höflich gebrauchte Amateurfunkausrüstung handeln. Von Ham’s für Ham’s. Wer also Interesse hat: Hier der Einladungslink.

73, Uwe – DL2UL

Ein Sonntag Nachmittag auf der TG 262 – Trotzdem macht Digitalfunk Spaß

Jeder Funkamateur kennt die Geschichten und Verhaltensweisen, die z. B. auf dem 80 Meter Band viele Neueinsteiger verstören und teilweise als niveaulos und absolut nicht im Sinne von korrekter Betriebstechnik oder gar Hamspirit zu erleben sind. Nun, das gibt es mittlerweile auch digital, z. B. in DMR auf der Talkgroup 262 Deutschland. Das was ich da heute Mittag erlebt habe, kann man phasenweise nur noch als das perfekte Chaos bezeichnen.

Auf der Talkgroup läuft ein QSO zwischen zwei OM, beide sind glasklar und ohne Störung zu empfangen. Trotzdem brüllt ein OM aus Lübeck penetrannt CQ in die TG und löst damit die Unterbrechung des QSOs durch Auslöschung von Sprachdurchgängen aus. Dies führt zu totaler Verwirrung und 10 Minuten versucht man wieder zu klären, wer bei wem ankommt. Der Mobilist aus Lübeck hat ganz klar ein Problem mit der Feldstärke an seinem Repeater und ist die Ursache des Problems. Dieses konkrete Beispiel wiederholt sich mehrfach an diesem Mittag und sorgt jedes Mal für erheblichen Verdruss und auch einige böse Kommentare.
Ursachen: Mangelnde Rücksicht, schlechte Betriebstechnik, erst hören, dann senden! Auch beachten sehr viele OM einfach nicht die Wartezeiten, die beim Senden im Digitalfunk unbedingt notwendig sind und löschen damit gegenseitig Durchgänge aus, was zu neuer Verwirrung führt.

Andere OMs im Verlaufe des Mittags sind entweder viel zu laut oder viel zu leise. Ihre Funkgeräte sind nicht korrekt eingestellt. Freundliche Hinweise an die OM, werden aufgenommen und beantwortet: „Ich habe noch keine Ahnung, wie ich das einstellen kann, ich stehe noch ganz am Anfang“ oder ähnliche Hinweise. Die Unfähigkeit, sein eigenes Funkgerät zu bedienen, ist sehr weit verbreitet und betrifft auch sehr intensiv die Programmierung der Codeplugs und damit die Möglichkeit, auf andere Talkgroups umzuschalten, damit die TG 262 entlastet wird. Sehr viele OM kennen definitiv das Brandmeister Handbuch auf bm262.de nicht. Schade, selbst diese gute Dokumentation wird teilweise nicht angenommen. Fortbildungsangebote häufig auch nicht, wie ich aus eigener Erfahrung in meinem OV Romeo 10 sagen kann. Auch die Amateurfunkausbildung muss sich aus meiner Sicht weiter entwickeln, um moderne, digitale Betriebsarten bereits in die Ausbildung zum Funkamateur integriert werden.
Ursachen: Mangelnder Wille zur Einarbeitung in die Grundlagen von DMR und Programmierung der Funkgeräte.

Fazit: Digitalfunk macht Spaß, aber insbesondere DMR erfordert einfach mehr Einarbeitung und Lernen als FM oder auch C4FM. Wer diese Einarbeitung scheut, der sollte sich für C4FM oder FM entscheiden. Auch die vielen chinesischen Funkgeräte und Hotspots, die ja alle ach so gut funktionieren, tragen ihren Teil zum Problem bei. Und wenn es gar nich mehr geht: Talkgruppe wechseln.

73, Uwe – DL2UL

Hotspot Security im DMR Brandmeisternetz einschalten – jetzt!

Die Einbindung eines Hotspots in das Brandmeisternetz erfordert ein Passwort. Dieses ist in der Regel als Standard bereits in der Hotspot Software hinterlegt, daher ist es vielen OM nicht bewusst, dass es so ist. Dies bedeutet, dass eigentlich jeder einen Hotspot mit Deinen Daten konfigurieren kann und dann den Hotspot über Deine ID und Dein Rufzeichen unrechtmäßig betreiben kann. Um dies zu verhindern, bietet Brandmeister die Hotspot Security, eine Möglichkeit, ein eigenes Passwort zu setzen.

Dies ist absolut empfehlenswert und ich habe es vor einigen Tagen auf meinem MMDVM Hotspot eingerichtet. Vorgehensweise: Im Selfcare Bereich vom Brandmeister Dashboard das persönliche Passwort setzen und gut aufschreiben. Anschließend im Bereich „Konfiguration“ der Pi-Star Software im Abschnitt DMR Konfiguration das persönliche neue Passwort setzen und abspeichern. Achtung: Keine Sonderzeichen benutzen, dies führt zu Fehlern. Wenn die Hotspot Security eingeschaltet ist, können sich Hotspots nur noch über Dein Rufzeichen / ID anmelden, die Dein persönliches Passwort übermitteln.

Das Einschalten der Sicherheit funktioniert auch bei anderen Hotspots. Weitere Infos gibt es auf der Seite von Brandmeister Deutschland.

Viel Erfolg bei Einrichtung und testen. 73, de Uwe – DL2UL

Ausnahmsweise mal Politik. Nur dass es allen Politikern klar ist, was mich ankotzt.

Wir leben in einem Land, was sich noch nicht mal selbst verteidigen kann. Wir haben einen Außenminister, der bei jeder Krise irgendwelche Phrasen drischt und den schon keiner mehr ernst nimmt und wir wären nicht mal in der Lage, bei einer Geiselnahme oder der Kaperung eines Schiffes eine bewaffnete entschlossene Befreiungsaktion durchzuführen. Deutschland ist ein Land, das seine Bündnisverpflichtungen seit Jahren nicht einhält. Warum sollen uns die Bündnispartner eigentlich im Notfall beispringen. Unsere Armee ist leider so katastrophal ausgerüstet, dass die Einsatzfähigkeit bei einer massiven Drohung schlichtweg nicht gegeben erscheint. Und kein Politiker macht was daran.

Unsere Rechtsnormen und Gerichte treffen immer mehr Urteile, die für die Menschen nicht mehr nachvollziehbar sind. Vergewaltiger und Kinderschänder, die 2 Jahre auf Bewährung bekommen, Jugendliche, die in Schwimmbädern rumpöbeln und noch nicht mal die Personalien festgehalten werden, Zonen, in denen die Polizei nur noch mit mindestens 4-6 Streifenwagen rein fährt. Dazu gehört auch, dass wir erkannte Regelverletzer nicht konsequent abschieben und unser Grenzen konsequent sichern.

Wir leben in einem Land, in dem wir wissen, dass nicht genug für die Kinderbetreuung getan wird und nicht genügend Kinderbetreuungsstätten bestehen. Was ausbleibt: Das entschlossene Handeln, um dies abzustellen. Gleichzeitig wächst der Bundestag und damit die Kosten dafür immer weiter an. Schon heute ist der Bundestag größer als das Europa-Parlament, das ist unfassbar, denn die Leistungen bleiben schwach, Konsequenz und Entschlossenheit zu gering.

Was macht die Regierung eigentlich konkret? Wir leben in unmittelbarer Nähe eines maroden Atomkraftwerks in Belgien. Ich habe nicht den Eindruck, dass wir alle politischen Druckmittel einsetzen, um ein Umdenken in Belgien zu erzwingen. Wenn das Ding hoch geht, freue ich mich schon auf die Betroffenheitssprüche der Politik. Leider werde ich kurze Zeit später tot sein, da ich genau im fall-out stream lebe.

Wir leben in einem Land, in dem fast die gesamte Autoindustrie Millionen von Kunden straflos betrügen kann, ein Verkehrsminister aktiv Lösungen zu Lasten der Verursacher blockiert und eine Alibi-Regelung nur auf Druck der Kanzlerin entsteht. Bezahlen soll das alles jetzt der Bürger, der betrogen wurde. Die Politik ist für die Bürger da, nicht für die Geld scheffelnde Autoindustrie. Auch hier: Totales Politikversagen.

Wir leben in einem Land, dass technologisch immer weiter zurück fällt. Während in Skandinavien oder Frankreich das Mobilfunknetz bis in die äusserste Pampa bestens funktioniert, ist es selbst in Ballungszentren in Deutschland löchrig wie ein Schweizer Käse. Die Ausstattung der Mobilität mit E-Motoren und Ladestationen in Deutschland kommt nicht gut voran, Autos mit E-Motor sind zu teuer, Ladestationen zu wenig, wo sind die Initiativen, dies erfolgreich und schnell zu ändern? Wir diskutieren immer nur und beauftragen irgendwelche Gutachten für Millionen von Euro.

Ich könnte noch sehr lange weiter machen. Die Frage ist, was kann man tun? Ich kann es auch nicht mehr sagen. In der Vergangenheit hätte ich gesagt, wähle eine andere demokratische Partei. Das hilft aber leider aus meiner Sicht nicht mehr, Da keine der für mich in Betracht kommenden Parteien, einen guten Job macht. Das Politikversagen ist kollektiv. Wenn das so weiter geht, werden radikale Kräfte in Deutschland immer mehr gestärkt, was mir große Sorgen macht. Wir sollten uns daran erinnern: Auch der übelste Diktator und Verbrecher Deutschlands wurde 1933 demokratisch gewählt.

Und Auswandern? Das kann man ja immer leicht sagen, wenn es Dir nicht mehr gefällt, geh doch. Diese Trump-Sprüche gehen am Thema vorbei, da einfach zu viele menschliche und wirtschaftliche Abhängigkeiten bestehen. Wir müssen unser Land so gestalten, dass es passt. Es gab Politiker, wie Willi Brandt oder Helmut Schmidt, die dazu in der Lage waren.

HamRadio 2019 – unverhofft am Bodensee

Einige Jahre war ich nun zwischenzeitlich nicht mehr bei der HamRadio und auch in diesem Jahr ließ die private Urlaubsplanung und das QRL eigentlich keinen Besuch zu. Dies galt so lange, bis meine XYL mir in den Wäldern von Südschweden eröffnete, dass Sie da schon mal ein Hotel am Bodensee für nächsten Freitag – Sonntag reserviert hätte und auch eine Online Mehrtageskarte schon mal gebucht hat. Große Freude, Umdisposition im QRL war möglich und so traf ich am Freitag Abend im Jägerhaus ein, wo sich schon jede Menge Funkamateure einquartiert hatten. Die Menschen am Bodensee kennen das schon, die Typen mit den ganzen Antennen auf den Autos.

Meine Messe Eindrücke

Nun, ich fange mal damit an, dass alles sich irgendwie kleiner anfühlt als noch vor vier Jahren, im Nachgang zeigte sich auch, dass der DARC heute ca. 14.000 Besucher als Erfolg wertet. Das waren bei meinem letzten Besuch noch 17.000 und auch die schöne Messeparty mit live Band gibt es schon lange nicht mehr.

Inhaltlich hat mir die Messe trotzdem wieder sehr viel Spaß gemacht. Viele informative Stände, und natürlich auch diverse Händler, wo man eigentlich immer etwas zum Spielen findet. Es schien so, dass ein Handfunkgerät ohne Bluetooth Schnittstelle tendenziell unverkäuflich ist und insbesondere die Geräte mit der Markenbezeichnung Anytone in der neuesten Ausgabe mit Bluetooth und wieder sehr umfassender Ausstattung wohl das Messemitbringsel waren. Auch wurde von dieser Marke ein sehr umfassend ausgestattetes Mobilfunkgerät vorgestellt, welches wohl im Spätsommer verfügbar sein soll. Zwischenzeitlich kann man auch jede Menge der neuen Anytone 878 Geräte im Brandmeisternetz hören. Auch Yaesu hatte sein neues FT3DE am Stand zum Ausprobieren, leider ist das Gerät noch nicht verfügbar, es machte für mich einen sehr guten Eindruck. Bei Licht betrachtet, ist der Unterschied zum FT2DE allerdings nicht so groß: Bluetooth und ein sehr gutes Farbdisplay machen den Unterschied.

Sehr interessant war auch der AMSAT Vortrag zum EsHail-Projekt, dem ersten geostationären Satelliten für Funkamateure. Hier kann ich nur staunen, wie die Funkamateure der AMSAT es hinbekommen haben, dass dieses Projekt nun im All für Funkamateure zur Verfügung steht.

Nicht fehlen durfte auch ein Ballonstart, der von Ralf Wilke, DF3WR sehr professionell moderiert wurde. Die Nutzlasten konnten über APRS.FI sehr lange verfolgt werden. Auch einen Flohmarkt gab es wieder, jetzt bin ich nicht so der Flohmarkt-Fan, vieles machte auf mich den Eindruck, dass hier Elektroschrott zu hohen Preisen entsorgt werden sollte. Interessant war der Stand mit den Funkamateuren aus dem Fernschreiber Projekt i-telex.net, die mit viel Engagement alte Fernschreiber mit Internet- und Funktechnik koppeln und die Geräte wieder zum Leben erwecken.

Der Sonntag war dann noch mal ein Tag, an dem es sehr viel ruhiger war, leider ist es noch immer so, dass diverse Aussteller dann schon abbauen, was nich nicht fair finde, wenn man eine drei Tages Karte verkauft. Wenn der dritte Tag so schwach ist, dann sollte man klare Linie fahren und die Messe nur Freitag und Samstag anbieten, denn auch auf der DARC Bühne war Sonntag fast nichts.

Fazit

Es war über alles ein schöner Besuch auf der HamRadio, den ich auch sicher wiederholen möchte. Viele interessante Entwicklungen, gute Vorträge und viele Gespräche mit Funkamateuren, die man sonst nur über Funk hört. Zum Schluss darf auch eine kleine persönliche Bildergalerie nicht fehlen.

73, Uwe – DL2UL