Kategorien
Allgemein Amateurfunk Amateurfunk Interessenvertretung Digitale Betriebsarten DMR Meinung

Liebeserklärung an ein kleines Funkgerät

Ja, dieser Beitrag ist nicht sachlich, er ist emotional aber das ist ja schließlich auch mein Blog. Seit vielen Jahren bin ich im Digitalfunk unterwegs, von D-Star über C4FM und DMR bin ich in allen Betriebsarten QRV. Mein persönlicher Favorit ist eindeutig DMR. Bei den Funkgeräten ist es ähnlich: Man macht eine Reise. Von Geräten aus chinesischer Fertigung mit unterschiedlichen Reifegraden (RT 3, Anytone) über Markenprodukte, übrigens auch aus China (Hytera) bin ich irgendwann bei Motorola angekommen. Ja, das ist ein DMR-Gerät für den professionellen Einsatz und nicht für den Amateurfunk. Es kann einfach alles, die Frage ist immer nur, welches (teure) Zubehör benötigt man und welche Leistung man in der Software für Geld freischalten muss. Das muss man als Funkamateur nicht gut finden.

Motorola SL4010e

Diese Merkmale sind daher ja auch die Kritikpunkte vieler Funkamateure. Fakt ist aber, dass kein mir bekanntes DMR Gerät im Funkbetrieb eine bessere Leistung bietet. Sowohl beim Senden als auch beim Empfangen. Ob es die Empfindlichkeit des Gerätes, die Audioqualität beim Empfang, das Audio-Leveling oder das Sendeverhalten, die Modulation ist. Es gibt gute Geräte wie Hyteras oder auch gut eingestellte Anytones aber aus meiner Erfahrung haben die Motorola im Kerngeschäft „Funkbetrieb“ immer die Nase vorne. Auch die Software ist sehr hoch entwickelt, wenn auch nicht perfekt. Das Funkgerät und die CPS machen das, was man erwartet. Bis hierhin spreche ich von allen Motorolas in meinem Besitz (DP4801e, DM4601e und SL4010e).

Kommen wir nun zu meiner Liebeserklärung. Das Motorola SL 4010e. Ein Gerät mit folgenden Abmessungen: 14,3 cm hoch inkl. Antenne, 5,5 cm breit und 22mm dick mit 2300 mAh Akku, mit diesem Akku wiegt das Gerät 172 Gramm. Es ist ein super flaches kleines Handy für 70 cm und es es beherrscht ausschließlich DMR, kein FM. Es leistet maximal 2 Watt Sendeleistung, verfügt über Bluetooth, WiFi, Vibrationsalarm und vieles mehr. Es entspricht diversen Mil-Standards und….. es ist einfach schön. Es schmiegt sich in die Hand und man hat es einfach gerne immer dabei. Besonders gut harmoniert es mit einem Hotspot zu Hause oder unterwegs aber auch die Reichweite zum nächsten Relais ist immer wieder überraschend und man sollte die 2 Watt nicht unterschätzen.

Mein absolutes Lieblingsgerät und das musste jetzt einfach mal raus 😉

73, Uwe – DL2UL

Kategorien
Amateurfunk Digitale Betriebsarten

R10 Digital-Gruppe trifft sich zum ersten Mal in einer C4FM-Runde

Am Sonntag Morgen um 11 Uhr fanden sich 10 Mitglieder unserer R10 Digitalrunde zum ersten mal zu einem moderierten Treffen auf DB0KX in C4FM. Zu diesem Zweck hatte Dieter, DL8EBK das Relais vom Pegasus Raum getrennt, damit wir nicht ganz Deutschland stören.

Zunächst mal haben wir uns alle gefreut dass wir die Runde spontan zusammen gebracht haben. Leider haben wir auch zwei weitere Mitglieder von R10 leider nicht aufnehmen können, da DB0KX in der City von Mönchengladbach kaum zu empfangen ist. Leider war die Verbindung zu DO0DNR gestört.

Die Teilnehmer äußerten das Interesse, am nächsten Sonntag eine erneute Runde zu starten. Dieses Mal wollen wir es auf DMR probieren und hier eine Talkgroup nehmen, die auch aus dem Netz erreicht werden kann. Das hat den Vorteil, dass die OM via Hotspot ggf. auch mit C4FM Geräten mitmachen können. Ankündigung folgt in unserer Telegram Gruppe.

Danke für die schöne Runde. 73, Uwe – DL2UL

Kategorien
Amateurfunk C4FM Digitale Betriebsarten

Noch eine Alternative: Bluetooth headset für Yaesu FT3D

Die Bluetooth Anbindung von Headsets für das Yaesu FT3D ist eine eher schwierige Geschichte. Auch mit dem letzten Softwareupdate für das Gerät, die eine klare Verbesserung der Bluetooth Schnittstelle gebracht hat, ist die Performance nicht wirklich gut. Als brauchbare Lösung vorgestellt habe ich hier schon das Headset Voyager PT Legend.

Nun bin ich eher zufällig auf ein weiteres Headset getroffen, welches ich erfolgreich mit dem FT3 koppeln konnte. Es handelt sich um ein Headset mit einem Kopfbügel und einem Mikrofonausleger. Die Audio wurde mir mehrfach als sehr gut rapportet. Die Kopplung war einfach und gelang auf Anhieb

Headset Willful M98 mit Yaesu FT3D

Es handelt sich um das Willful M98 Headset. Meine Bezugsquelle war Amazon. Obwohl mein Kauf erst wenige Tage zurück liegt, scheint das Gerät aktuell leider nicht mehr bei Amazon verfügbar zu sein, ich hoffe es gibt noch andere Quellen. Es macht einen soliden Eindruck und bringt eine wertige Ladestation mit. Die Standzeit des Akkus beträgt mehr als 5 Stunden getestet. Ich betreibe das Headset mit dem MicGain auf Level 4. Ergänzend sei gesagt, dass es natürlich auch am iPhone und iPad einwandfrei funktioniert.

73, Uwe – DL2UL

Kategorien
Amateurfunk Amateurfunk Interessenvertretung Meinung

Amateurfunk: Das Hobby für die Corona Krise

Die persönlichen Kontakte gerade mal vermeiden, „social distancing“, das sind im Moment die wichtigen Verhaltensweisen und auch gleichzeitig Einschränkungen in unserer aktuellen Krise. Dafür haben wir Funkamateure doch das ideale Hobby: Amateurfunk in allen nur denkbaren Spielarten: Kurzwelle in SSB, CW oder UKW in FM, DMR, D-Star oder C4FM. Wir haben mehr Möglichkeiten miteinander in Kontakt zu treten, als wir jemals nutzen können.

Der OV-Abend fällt aus? Kein Problem, treffen wir uns doch auf einer Frequenz, sei es auf einem Relais, einer Direktfrequenz oder einer DMR Talkgroup. Alles ist möglich, was andere (nicht Funkamateure) nicht können. Die können nur WhatsApp oder Skype. Wir können mehr. Mal schnell einen spontanen Spaß-Contest? Kein Problem, wie der OV Romeo 10 bewiesen hat. Leider haben dann nur zwei OM die Logs eingereicht.

Auch der Kontakt via Funk scheint den meisten OM’s in meinem OV fremd zu sein. Naja, egal. Es gibt genügend OM in Deutschland und Europa, die unsere Möglichkeiten zu schätzen wissen. Bleiben wir in Kontakt, viel Spaß auf den Bändern.

vy 73, Uwe – DL2UL

Kategorien
Amateurfunk Messen und Flohmärkte

Mehr Spaß mit Funkverbindung auf dem Amateurfunkmarkt in Dortmund

Am Samstag, dem 30.11.2019 war wieder Amateurfunkmarkt in Dortmund, immer noch eine der ganz großen Veranstaltungen für Funkamateure im Westen kurz vor dem Jahreswechsel. Die Organisation war wieder sehr gut, der Mix aus Flohmarkt, Neuwaren und vor allem Treff und persönlicher Austausch ist für mich einfach sehr ausgewogen und gut.

Wir vom Romeo 10 waren mit mindestens 12 Mitgliedern vor Ort und Michael, DB9DX und ich, DL2UL hatten einen erneuten Versuch gemacht, eine OV-Kommunikationsfrequenz für den Austausch vor Ort zu etablieren. Wir waren auf 433.150 Mhz oder 433.800 Mhz in FM QRV. Und das hatten wir auf unserem WhatsApp Kanal und in der Digitalrunde auf Telegram verbreitet. Ich freue mich, denn nachdem es auch schon in früheren Jahren öfter völlig umsonst war, hatten nun einige OM und YL Kontakt in der großen Halle, konnten sich treffen und auch Tipps zu den Ständen oder Produkten austauschen, und sei es, um auf die fantastischen Waffeln aufmerksam zu machen.

Ich habe denn auf dem Markt einige OM aus dem OV getroffen, die nicht QRV waren: Einer ist nicht auf WhatsApp, einer wollte Strom sparen und hat sein Funkgerät nicht an und mehrere haben das Funkgerät zu leise gestellt und hören in der lauten Halle nichts. Es gab sogar OM, die kein Funkgerät dabei hatten.

Hierzu mal einige Tipps:
– Kommunikation in der Gruppe ist auf einer solchen Veranstaltung sinnvoll und macht Spaß
– Wenn das Funkgerät aus ist, klappt es nicht. Strom sparen können wir zu Hause, im Zweifel einen zweiten Akku mitnehmen
– Ein kleines Headset oder ein abgesetztes Lautsprechermikrofon ist Gold wert. In so einer Halle ist es immer laut, daher sollte man sich nie auf das Gerät alleine verlassen. Lautstärke aufdrehen!
– Beim nächsten Mal werden wir eine OV-Frequenz noch intensiver und für alle erreichbar kommunizieren.

MIr hat der Amateurfunkmarkt in Dortmund dieses Jahr besonders viel Spaß gemacht, denn ich war mit Funkfreunden aus meinem OV in Verbindung. Wir sollten es öfters so machen, dass wir auf solchen Veranstaltungen den Kontakt zu einander halten. Denn am Ende sind wir doch Funkamateure, deren Hobby es ist, per Funk mit einander in Verbindung zu bleiben.

73, Uwe – DL2UL

Kategorien
Amateurfunk Amateurfunkausbildung

Neuer Amateurfunk Kurs für Klasse A beim Romeo 10

Der DARC Ortsverband Mönchengladbach ist traditionell einer der ganz aktiven Ortsverbände, wenn es um Ausbildung geht. Die aktuell vielen neuen bestandenen Prüfungen, die zu neuen Funkamateuren mit Rufzeichen führen, sprechen eine deutliche Sprache.

Nun gibt es eine neue Gelegenheit, das Amateurfunkzeugnis Klasse A zu erwerben. Ab 19.11.2019 geht es los. Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Romeo 10. Fragen und Anmeldungen gerne an den OVV vom Romeo 10, Fritz Wiebel.

Vy 73, Uwe – DL2UL

Kategorien
Amateurfunk Gebrauchtgeräte

Flohmarkt für Funkamateure auf Telegram

Vor einigen Wochen habe ich versucht, in einer Telegram Gruppe, die als Funk-Flohmarkt funktionieren sollte, zwei oder drei Geräte von mir zu verkaufen. Dabei wurde ich leider von den vielen Regeln in dieser Gruppe ausgebremst. Wie ich feststellen konnte, bin ich mit diesem Problem nicht alleine.

Daher habe ich heute nach Ermutigung durch weitere Betroffene eine neue Gruppe als Flohmarkt für Funkamateure eröffnet. Hier wollen wir wertschätzend und höflich gebrauchte Amateurfunkausrüstung handeln. Von Ham’s für Ham’s. Wer also Interesse hat: Hier der Einladungslink.

73, Uwe – DL2UL

Kategorien
Allgemein Amateurfunk Digitale Betriebsarten DMR Meinung

Ein Sonntag Nachmittag auf der TG 262 – Trotzdem macht Digitalfunk Spaß

Jeder Funkamateur kennt die Geschichten und Verhaltensweisen, die z. B. auf dem 80 Meter Band viele Neueinsteiger verstören und teilweise als niveaulos und absolut nicht im Sinne von korrekter Betriebstechnik oder gar Hamspirit zu erleben sind. Nun, das gibt es mittlerweile auch digital, z. B. in DMR auf der Talkgroup 262 Deutschland. Das was ich da heute Mittag erlebt habe, kann man phasenweise nur noch als das perfekte Chaos bezeichnen.

Auf der Talkgroup läuft ein QSO zwischen zwei OM, beide sind glasklar und ohne Störung zu empfangen. Trotzdem brüllt ein OM aus Lübeck penetrannt CQ in die TG und löst damit die Unterbrechung des QSOs durch Auslöschung von Sprachdurchgängen aus. Dies führt zu totaler Verwirrung und 10 Minuten versucht man wieder zu klären, wer bei wem ankommt. Der Mobilist aus Lübeck hat ganz klar ein Problem mit der Feldstärke an seinem Repeater und ist die Ursache des Problems. Dieses konkrete Beispiel wiederholt sich mehrfach an diesem Mittag und sorgt jedes Mal für erheblichen Verdruss und auch einige böse Kommentare.
Ursachen: Mangelnde Rücksicht, schlechte Betriebstechnik, erst hören, dann senden! Auch beachten sehr viele OM einfach nicht die Wartezeiten, die beim Senden im Digitalfunk unbedingt notwendig sind und löschen damit gegenseitig Durchgänge aus, was zu neuer Verwirrung führt.

Andere OMs im Verlaufe des Mittags sind entweder viel zu laut oder viel zu leise. Ihre Funkgeräte sind nicht korrekt eingestellt. Freundliche Hinweise an die OM, werden aufgenommen und beantwortet: „Ich habe noch keine Ahnung, wie ich das einstellen kann, ich stehe noch ganz am Anfang“ oder ähnliche Hinweise. Die Unfähigkeit, sein eigenes Funkgerät zu bedienen, ist sehr weit verbreitet und betrifft auch sehr intensiv die Programmierung der Codeplugs und damit die Möglichkeit, auf andere Talkgroups umzuschalten, damit die TG 262 entlastet wird. Sehr viele OM kennen definitiv das Brandmeister Handbuch auf bm262.de nicht. Schade, selbst diese gute Dokumentation wird teilweise nicht angenommen. Fortbildungsangebote häufig auch nicht, wie ich aus eigener Erfahrung in meinem OV Romeo 10 sagen kann. Auch die Amateurfunkausbildung muss sich aus meiner Sicht weiter entwickeln, um moderne, digitale Betriebsarten bereits in die Ausbildung zum Funkamateur integriert werden.
Ursachen: Mangelnder Wille zur Einarbeitung in die Grundlagen von DMR und Programmierung der Funkgeräte.

Fazit: Digitalfunk macht Spaß, aber insbesondere DMR erfordert einfach mehr Einarbeitung und Lernen als FM oder auch C4FM. Wer diese Einarbeitung scheut, der sollte sich für C4FM oder FM entscheiden. Auch die vielen chinesischen Funkgeräte und Hotspots, die ja alle ach so gut funktionieren, tragen ihren Teil zum Problem bei. Und wenn es gar nich mehr geht: Talkgruppe wechseln.

73, Uwe – DL2UL

Kategorien
Amateurfunk Digitale Betriebsarten DMR

Hotspot Security im DMR Brandmeisternetz einschalten – jetzt!

Die Einbindung eines Hotspots in das Brandmeisternetz erfordert ein Passwort. Dieses ist in der Regel als Standard bereits in der Hotspot Software hinterlegt, daher ist es vielen OM nicht bewusst, dass es so ist. Dies bedeutet, dass eigentlich jeder einen Hotspot mit Deinen Daten konfigurieren kann und dann den Hotspot über Deine ID und Dein Rufzeichen unrechtmäßig betreiben kann. Um dies zu verhindern, bietet Brandmeister die Hotspot Security, eine Möglichkeit, ein eigenes Passwort zu setzen.

Dies ist absolut empfehlenswert und ich habe es vor einigen Tagen auf meinem MMDVM Hotspot eingerichtet. Vorgehensweise: Im Selfcare Bereich vom Brandmeister Dashboard das persönliche Passwort setzen und gut aufschreiben. Anschließend im Bereich „Konfiguration“ der Pi-Star Software im Abschnitt DMR Konfiguration das persönliche neue Passwort setzen und abspeichern. Achtung: Keine Sonderzeichen benutzen, dies führt zu Fehlern. Wenn die Hotspot Security eingeschaltet ist, können sich Hotspots nur noch über Dein Rufzeichen / ID anmelden, die Dein persönliches Passwort übermitteln.

Das Einschalten der Sicherheit funktioniert auch bei anderen Hotspots. Weitere Infos gibt es auf der Seite von Brandmeister Deutschland.

Viel Erfolg bei Einrichtung und testen. 73, de Uwe – DL2UL

Kategorien
Amateurfunk Veranstaltungen

HamRadio 2019 – unverhofft am Bodensee

Einige Jahre war ich nun zwischenzeitlich nicht mehr bei der HamRadio und auch in diesem Jahr ließ die private Urlaubsplanung und das QRL eigentlich keinen Besuch zu. Dies galt so lange, bis meine XYL mir in den Wäldern von Südschweden eröffnete, dass Sie da schon mal ein Hotel am Bodensee für nächsten Freitag – Sonntag reserviert hätte und auch eine Online Mehrtageskarte schon mal gebucht hat. Große Freude, Umdisposition im QRL war möglich und so traf ich am Freitag Abend im Jägerhaus ein, wo sich schon jede Menge Funkamateure einquartiert hatten. Die Menschen am Bodensee kennen das schon, die Typen mit den ganzen Antennen auf den Autos.

Meine Messe Eindrücke

Nun, ich fange mal damit an, dass alles sich irgendwie kleiner anfühlt als noch vor vier Jahren, im Nachgang zeigte sich auch, dass der DARC heute ca. 14.000 Besucher als Erfolg wertet. Das waren bei meinem letzten Besuch noch 17.000 und auch die schöne Messeparty mit live Band gibt es schon lange nicht mehr.

Inhaltlich hat mir die Messe trotzdem wieder sehr viel Spaß gemacht. Viele informative Stände, und natürlich auch diverse Händler, wo man eigentlich immer etwas zum Spielen findet. Es schien so, dass ein Handfunkgerät ohne Bluetooth Schnittstelle tendenziell unverkäuflich ist und insbesondere die Geräte mit der Markenbezeichnung Anytone in der neuesten Ausgabe mit Bluetooth und wieder sehr umfassender Ausstattung wohl das Messemitbringsel waren. Auch wurde von dieser Marke ein sehr umfassend ausgestattetes Mobilfunkgerät vorgestellt, welches wohl im Spätsommer verfügbar sein soll. Zwischenzeitlich kann man auch jede Menge der neuen Anytone 878 Geräte im Brandmeisternetz hören. Auch Yaesu hatte sein neues FT3DE am Stand zum Ausprobieren, leider ist das Gerät noch nicht verfügbar, es machte für mich einen sehr guten Eindruck. Bei Licht betrachtet, ist der Unterschied zum FT2DE allerdings nicht so groß: Bluetooth und ein sehr gutes Farbdisplay machen den Unterschied.

Sehr interessant war auch der AMSAT Vortrag zum EsHail-Projekt, dem ersten geostationären Satelliten für Funkamateure. Hier kann ich nur staunen, wie die Funkamateure der AMSAT es hinbekommen haben, dass dieses Projekt nun im All für Funkamateure zur Verfügung steht.

Nicht fehlen durfte auch ein Ballonstart, der von Ralf Wilke, DF3WR sehr professionell moderiert wurde. Die Nutzlasten konnten über APRS.FI sehr lange verfolgt werden. Auch einen Flohmarkt gab es wieder, jetzt bin ich nicht so der Flohmarkt-Fan, vieles machte auf mich den Eindruck, dass hier Elektroschrott zu hohen Preisen entsorgt werden sollte. Interessant war der Stand mit den Funkamateuren aus dem Fernschreiber Projekt i-telex.net, die mit viel Engagement alte Fernschreiber mit Internet- und Funktechnik koppeln und die Geräte wieder zum Leben erwecken.

Der Sonntag war dann noch mal ein Tag, an dem es sehr viel ruhiger war, leider ist es noch immer so, dass diverse Aussteller dann schon abbauen, was nich nicht fair finde, wenn man eine drei Tages Karte verkauft. Wenn der dritte Tag so schwach ist, dann sollte man klare Linie fahren und die Messe nur Freitag und Samstag anbieten, denn auch auf der DARC Bühne war Sonntag fast nichts.

Fazit

Es war über alles ein schöner Besuch auf der HamRadio, den ich auch sicher wiederholen möchte. Viele interessante Entwicklungen, gute Vorträge und viele Gespräche mit Funkamateuren, die man sonst nur über Funk hört. Zum Schluss darf auch eine kleine persönliche Bildergalerie nicht fehlen.

73, Uwe – DL2UL