Auf dem Weg zur #DigitalenSouveränität. Ein sehr langer Weg….

Nach einigen Tagen intensiver Umstellungsarbeiten an meiner privaten IT habe ich nun einen Punkt erreicht, der für mich einigermaßen passt. Ich habe meinen Fußabdruck in den großen Netzwerken stark reduziert. Es gibt für mich einige Leitplanken, die ich unter Aufwand-/Nutzen Relation nicht verlassen werde:

  • Ich bleibe im Apple Kosmos gemeinsam mit meiner Partnerin
  • Einen KI-Dienst nutze ich auch künftig. Das Risiko ist mir bewusst. Der Nutzen ist erheblich.
  • Die Produkte des Meta Konzerns stufe ich als „böse“ ein. WhatsApp hat allerdings das öffentliche Leben bereits so durchdrungen, dass es wichtige Verbindungen kappen würde, wenn ich die App löschen würde. Minimalste Nutzung, alle verfügbaren Datenschutzeinstellungen aktiviert.
  • Die Produkte des Microsoft-Konzerns stufe ich als „böse“ und teuer ein. Ich setze auf die Alternative LibreOffice

Konkrete Maßnahmen

Alle Accounts bei Facebook, Instagram, Threads sind gelöscht. Whatsapp nutze ich nur noch reaktiv, wenn keine Alternative möglich ist.

Bevorzugte Messenger: 1. Threema, 2. Signal und nur für unkritische Inhalte im Amateurfunk: Telegram.

Office-Lösung: LibreOffice

Maßnahmen im Apple Kosmos: Alle Files in der iCloud wurden auf Proton File verschoben. Proton File ist der neue Cloudspeicher. Die Nutzung von Notizen wurde intensiviert, die App DayOne wurde gekündigt, alle Inhalte nach Notizen verlagert. Mail: Apple Mail wurde als Hauptmail Anwendung aufgegeben und schrittweise werden die Apple Mailadressen ausser Betrieb genommen. Eingehende Nachrichten werden derzeit noch an Proton Mail weiter geleitet. Hauptmail-Provider ist nun Proton Mail.

VPN: Umstellung von Nord-VPN auf Proton VPN, allerdings nur aus Kosten-/Nutzen Gründen.

Passwortspeicher: Bleibt weiterhin One-Passwort. Eine bewusste Entscheidung, da ich nicht alle kritischen Inhalte bei einem Anbieter vorhalten möchte.

So, das waren erst mal meine Maßnahmen, um den Fußabdruck in der Welt der großen US-Konzerne zu verringern. Konstruktive Anregungen in den Kommentaren finde ich immer gut.

Elektronische Patientenakte – Komplexität tötet Akzeptanz

Heute habe ich es gewagt und meine elektronische Patientenakte aktiviert, da mir die Grundidee plausibel vorkommt und es einfach Sinn macht, wenn verschiedene behandelnde Ärzte gemeinsam auf die Infos zugreifen, an statt dauernd neue Analysen und Untersuchungen zu machen, deren Ergebnisse bereits verfügbar sind. Ziel der Politik kann nur sein, diese neue Form der Digitalisierung des Gesundheitswesens in eine Massenverbreitung zu bekommen.

Sorry Leute, das wird so nie funktionieren. Ich bin aufgrund meiner beruflichen Bildung in administrativen und IT-Fragen versiert. Daher konnte ich mich durch die Neuanlage eines ID-Kontos bei meiner Krankenkasse, Festlegung von diversen Passworten und Codes für die App-Nutzung und schließlich die Installation der Post-ID Anwendung kämpfen um dann die Legitimation via ePersonalausweis (den ich bereits aktiv hatte) zu nutzen. Es ist in diesem Zusammenhang übrigens vollkommen fehlgeleitet, wenn die Regierung die Rücksetzbriefe für den ePerso abschafft, da dies die mit Abstand größte Hürde für den Einsatz des elektronischen ePersonalausweises ist. Wir haben einfach die Pin vergessen. Kommt vor.

Nun stehe ich vor einer vollständig leeren Patientenakte, bei der ich nun medizinische Partner, wie meinen Hausarzt von Hand anlegen muss und auch sämtliche weitere Erkenntnisse meiner Krankenkasse erst mal nicht verfügbar sind.

Was bleibt? Ein aus meiner Sicht extrem kompliziertes Verfahren, mit dem weite Teile unserer Bevölkerung vollständig überfordert werden. Und damit wird es Jahrzehnte dauern, wenn es überhaupt gelingt, einen relevanten Teil von Patienten zu überzeugen, um einen positiven Nutzen auf Prozesse und Kosten zu erreichen.

Herr Lauterbach: Ich würde noch mal über Vereinfachungen und ein positiveres Nutzererlebnis nachdenken.