C4FM Relais Viersen DB0KX wieder online

18.02.2023 – Update: DB0KX ist wieder online. Ursachen für den Ausfall der Vernetzung war ein Ausfall der Ham-Net Anbindung.

Heute haben wir bei einem geplanten QSO festgestellt, dass unser C4FM Relais Viersen, 438.400 MHz ausgefallen ist. Eine kurze Nachfrage beim Verantwortlichen Uli, DL1ER ergab, dass wohl ein vor Ort Wartungstermin auf dem Turm erforderlich ist. Es kann also etwas dauern. Zu Ursachen habe ich keine Angaben.

Ausweichmöglichkeit besteht über das Relais DO0DNR, Mönchengladbach auf 439.587,5 MHz.

73, Uwe – DL2UL

Veranstaltungstipp: 5. Funktag in Kassel

Der Funktag in Kassel, zuletzt war ich in 2018 auf dieser wirklich schönen Veranstaltung. Ein tolles Programm mit vielen fachlichen Ständen, Bühnenvorträgen, Flohmarkt, Aussengelände. Eine kleine HamRadio mitten in Deutschland. In diesem Jahr findet der Funktag am 15.04.2023 statt.

Großer Vorteil: Die Anreise ist für OM und YL aus dem Norden und der Mitte einfach deutlich entspannter. Ich freue mich, dass nach Corona dieses Event wieder zur Verfügung steht. Wir sehen uns in Kassel.

73, Uwe – DL2UL

Software-Tipp für Freunde der Twitter Alternative „Mastodon“

Twitter hat sich aus meiner Sicht sehr zu seinem Nachteil verändert und dies führte dazu, dass ich meinen Twitter Account nach vielen Jahren vor einiger Zeit geschlossen habe. Die Grundidee von Twitter hat mir aber immer sehr gut gefallen und daher fühle ich mich in der alternativen Plattform Mastodon sehr wohl. Mastodon ist kein 1:1 Twitter Ersatz und ist in vielen Merkmalen deutlich anders. Wesentlich ist hier sicher, dass Mastodon komplett dezentral aufgebaut ist, d. h. man schließt sich einem dezentral betriebenen Mastodon Server an, einer Instanz. Mehr dazu findet sich auf den Seiten von Mastodon.

Um hier dabei zu sein, benötigt man auf seinem Endgerät eine App, von der es mittlerweile sehr viele gute gibt. Auf Twitter war ich immer großer Fan der App Tweetbot von Tapbots, einer kleinen Softwareschmiede aus Texas. Und siehe da, nun gibt es einen Mastodon Client von Tapbots, es ist die App „Ivory“. Auch wenn die App noch nicht alle Features hat, ist sie aus meiner Sicht schon jetzt mit die beste App für Mastodon, es macht Spaß, mit ihr zu trööten.

Und ja, genau wie bei Tweetbot kostet auch Ivory Geld. Gute Software entsteht nur sehr selten auf Dauer unentgeltlich und wenn sie gut ist, darf sie auch was kosten. Hier hat mich das Entwicklerteam von Tapbots nie enttäuscht, die Apps wurden immer hochwertig weiter entwickelt. Aktuell gibt es Ivory nur für iOS, eine Version für Mac scheint geplant zu sein. Und übrigens: Dieser Artikel stellt meine Meinung dar und ist nicht irgendwie bezahlt oder so.

DL2UL.de war offline

Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für den Service von WordPress.com brechen. Ich hatte durch eine Verkettung von Aktivitäten den Blog komplett gelöscht, was wirklich sehr traurig war, denn es gibt ja nun immer auch Wissen und Tipps, die sich in so einem Blog sammeln. Nach einer kleinen Sicherheitsprozedur war es aber nun möglich, den Blog weitgehend wieder herzustellen.

Ich freue mich und danke den treuen Lesern, die sich nach dem Verbleib erkundigt haben.

73, Uwe – DL2UL

Hilfe: Icom ID-52 übermittelt DPRS-Daten nicht an APRS.FI

Das ID-52e ist derzeit mein absolutes Lieblingsgerät, mit dem ich noch mal wieder richtig in D-Star aktiv geworden bin. Es ist auch nicht das erste Gerät dieser Serie, welches durch meine Hände gegangen ist.

Leider gelingt es mir mit diesem Gerät nicht, die DPRS-Aussendung nach ARPS.FI zu übermitteln. Das war sowohl mit dem ID-31 als auch mit dem ID-51 nie ein Problem. Das ist mein aktueller Status:

  • Tests sowohl über das Relais in Cuxhaven als auch über den OpenSpot3
  • Im Dashboard des Reflector DCS001 sowohl im Modul C als auch in D wird meine Aussendung mit GPS A angezeigt.
  • Das Funkgerät hat Kontakt zu GPS und zeigt einwandfrei die Position an
  • Es wurde eine SSID gewählt, die noch nicht von mir genutzt wurde und in der APRS Datenbank nicht bekannt ist.

Wer also noch einen Tipp für mich hat, dem wäre ich sehr dankbar. Gerne auch über die Kommentarfunktion. Vielen Dank.

73, Uwe – DL2UL

Update 29.12.2022

Das Problem ist erst mal gelöst und die Geo-Daten werden nun auf APRS.FI angezeigt. Die genaue Ursache konnte nicht ermittelt werden. Allerdings verdichten sich die Anhaltspunkte, es es sich um ein Sonderzeichen im APRS Kommentarfeld handelt, welches im Gerät (nicht in der Software) sichtbar ist, aber nicht einfach entfernt werden kann.

Lösung: Die Einstellungen habe ich noch mal komplett aktuell vom OV A23 heruntergeladen und neu installiert und angepasst. Hierbei sollte man nicht mit der Original-Software das APRS Kommentarfeld anfassen. Mit der Software von RT-Systems konnte das Feld dann editiert werden. Ich hoffe, dass Updates in der Zukunft das Problem beseitigen, denn die aktuelle Lösung ist ja wohl nur ein „workarround“.

Update 14.03.2023

Die Lösung ist da: Ich habe die GPS-Einstellungen im ID-52 und im IC 705 noch mal sorgfältig durchgearbeitet und gemäß Handbuch eingestellt. Ein anschließender Test auf einer Direktfrequenz mit den Geräten zeigte, dass die GPS-Daten sauber übertragen wurden und die GPS-Bildschirme wie geplant auf den Geräten angezeigt wurden.

Am Pi-Star Hotspot habe ich dann noch den APRS Hostmodus aktiviert (der war bei mir aus). Das ist ein Schalter im Konfigurationsmenue. Von diesem Moment an funktionierte die Übertragung der GPS-Daten auch nach APRS.FI und zwar mindestens über den Reflektor DCS001 ganz stabil und bei jedem Durchgang. Bei anderen Reflektoren klappt das nicht immer. Beim XLX456C werden aber auch die GPS-Daten von Gerät zu Gerät übertragen (getestet mit DG8DQ) aber nicht nach APRS.FI übertragen.

Damit ist das Rätsel aus meiner Sicht gelöst.

73, Uwe – DL2UL

Anytone 878 UV plus in der Schweiz verboten

Ich habe eben in einem QSO mit einem Schweizer OM und einem OM aus Deutschland erfahren, dass das auch in DL sehr verbreitete Funkgerät in der Schweiz knallhart verboten wurde. Auch wenn derzeit wohl Gespräche zwischen BAKOM, USK und dem Hersteller laufen, ist das auch für OM aus DL interessant, die in der Schweiz Urlaub machen und ggf. mit dem Gerät Betrieb machen wollen. Es drohen der Einzug des Gerätes und eine Strafe von bis zu 1000 Franken. Offensichtlich haben die Beamten Ermessenspielräume.

Hier ein Link auf Infos der USK. Wir wollen hoffen, dass dieses Problem per FW Update gelöst werden kann. Ob die Bundesnetzagentur hier schon aktiv ist und ob die neuere Version UVII plus auch betroffen ist, konnte ich bisher nicht klären. Wer dazu Infos hat, gerne in die Kommentare.

73, Uwe – DL2UL

Vibrationsalarm im Amateurfunk mit dem Motorola SL4010e

Ok, das ist jetzt nicht wirklich neu aber ich habe mich heute sehr über die Funktion „Vibrationsalarm“ an meinem Motorola SL 4010e gefreut. Ich hatte das Gerät in meiner Brusttasche eingeschaltet und hatte einen Ruf eines befreundeten OM glatt verpasst. Da er aber mit einem Private Call gerufen hatte, fängt das Gerät an, mit Vibrationsalarm oder Tönen über einen „missed call“ zu informieren. Im Anschluss konnte ich den OM ebenfalls per Private Call erreichen und ein schönes QSO führen.

Twitter verändert sich – Zeit für Alternativen

Elon Musk hat Twitter gekauft und es gibt nun sehr viele Berichte in der Presse zu seinem Verhalten. Der Umgang mit dem Management ist eine Sache, die Massenentlassungen und insbesondere Äusserungen zu Werbekunden, die sich zurückziehen, gefallen mir nicht.

Dies führt aktuell dazu, dass viele Menschen Twitter verlassen und entweder aufhören oder ein alternatives Netzwerk suchen. Ich habe begonnen, das dezentrale Netzwerk Mastodon zu testen. Es zeigt viele Ähnlichkeiten mit Twitter allerdings auch in vielen Punkten entscheidende Unterschiede. Das Netzwerk ist dezentral organisiert und basiert auf open source Software. Ein Test lohnt sich, denn auch dieses Netzwerk lebt von der Anzahl seiner Mitglieder. Und da ist noch Luft nach oben.

Ich würde mich freuen, wenn noch viele Funkamateure demnächst auf Mastodon anzutreffen wären. Hier die Einladung dazu.

73, Uwe – DL2UL

Mit dem Balkonkraftwerk fangen wir an

Es ist schon einige Monate her, als ich mich in Verbindung mit der Elektromobilität zunehmend mit der Frage beschäftigte, wie man möglichst günstig und ökologisch an den Strom herankommt, den man so verbraucht, sei es im Auto oder anderswo. Grundlage ist ein Vertrag mit einem Stromanbieter, der Ökostrom verkauft. Leider wird das nun immer teurer. Eine PV-Anlage muss auf’s Dach. Ja gute Idee, aber nicht auf ein 50 Jahre altes Dach. Also muss erst das Dach saniert werden und dann die PV-Anlage drauf. Nun ja, Material- und Handwerkermangel sei Dank, das Projekt hakt gerade etwas. Wir bleiben dran.

Ein Balkonkraftwerk könnte ein Anfang sein. Also habe ich vor Monaten bei Balkonkraftwerke.de zwei Module mit Zubehör bestellt und diese sind nun im Oktober 2022 geliefert worden. Es handelt sich um deutsche Module der Firma Aleo mit 15 Jahren Garantie. Mit Nachbarschaftshilfe beim Transport und beim Einhängen der Module war der Rest einfach. Eine FritzDect 210 Steckdose für die Messung der Erträge zwischengeschaltet und seit dem 01.11.2022 produzieren wir zumindest mal am Vormittag bescheiden Strom.

Nicht vergessen: Bürokratie: Die Anlage darf maximal 600 Watt produzieren und muss dann bei der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister sowie beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Selbst mit der aktuell tief stehenden Sonne produzieren die Module aktuell immer noch bis zu 470 Watt und mehr und das ist dann teilweise schon wieder mehr, als die Grundlast im Haus erfordert. Wir verschenken also zumindest stundenweise bei voller Sonne schon Strom. Darum werde ich mich noch kümmern.

Kleiner Tipp dazu: Wenn man es dann genau wissen will, sollte man bei seinem Mess-Stellenbetreiber die PIN von seinem Smartmeter anfordern. Dann kann man die Infos des „intelligenten“ Stromzählers freischalten und sieht dann genau, was gerade passiert. Aktueller Verbrauch, kaufe ich Strom oder verschenke ich Strom, Verbrauch in bestimmten Zeiträumen. Sehr interessant.

Eines habe ich jetzt schon gelernt: Die Auseinandersetzung mit einem Balkonkraftwerk ist eine Einstiegsdroge für die Energiewende in Bürgerhand. Es macht süchtig.

Funkamateure sparen Energie: 50 % der Relaisstandorte und Reflektor-Server sofort abschalten!

Bedingt durch eine unfreiwillige Auszeit, habe ich mich in den letzen Tagen und Wochen immer wieder auf vielen Relais und vor allem Reflektoren und Talkgroups in FM, DMR, C4FM und D-Star herumgetrieben und CQ gerufen.

Das Ergebnis ist einfach nur ernüchternd: Die Antwortquote auf einen CQ-Ruf ist kleiner 1:10. Selbst bei Relais mit enormen Ausleuchtungsbereichen bekommt man keine Antwort. Reflektorgruppen müssen schon auf DL ausgerichtet sein, damit eine gewisse Chance auf eine Antwort besteht. Selten bekommt man dann aber auch sehr schöne Kontakte und tolle Gespräche, leider viel zu selten. Schlussfolgerung: Wir Funkamateure benötigen diese enorme Infrastruktur einfach nicht mehr.

Was leite ich daraus ab? Stichwort Energie
Mindestens 50 % der Relais und der Reflektorräume oder Talkgroups laufen nutzlos im Standby Betrieb und verbrauchen unnötig Strom. Hier können die Funkamateure durch die entsprechenden Betreiber sofort einen Beitrag zur vom Staat dringend eingeforderten Energieeinsparung leisten, Standorte mit Solarversorgung einmal ausgenommen.

Ich bin fest überzeugt, dass diese Annahme sogar noch konservativ ist. Insbesondere im Digitalbereich nutzen mittlerweile ca. 80 % meiner QSO-Partner einen oder mehrere Hotspots und benötigen keine Relais, da dies für Sie nach eigenen Angaben viel komfortabler ist.

Was leite ich daraus ab? – Stichwort QSO‘s und Community
Die Relaisüberversorgung, die Aufteilung auf die verschiedenen digitalen Betriebsarten sowie die enorme Anzahl von Reflektorräumen und Talkgroups führen seit Jahren zu einer Zersplitterung der immer geringeren Anzahl an Funkamateuren. Auch dies führt dazu, dass man auf einem Relais oder in einem Reflektor im Zweifel nur wenige „lauschende“ OM hat, und die Chance auf eine Antwort gering ausfällt. Es gelingt vielen Ortsverbänden ja nicht mal mehr, eine Anruffrequenz oder einen festen Anrufreflektor für die gemeinsame Kommunikation zu verabreden. Noch vor einigen Jahren war dies völlig normal, in der Regel eine „OV-Frequenz“ auf 2 Meter oder 70 cm zu verabreden. Und dort antwortete dann auch immer jemand.

Schlusswort
Natürlich liest sich mein Beitrag etwas „moll“, dieser Eindruck sollte aber nicht entstehen. Ich möchte die Situation nur einfach beschreiben, es ist wie es ist. Und eine provokative These regt ja auch manchmal Diskussion und Auseinandersetzung mit dem Thema an.

Allerdings sollten wir nun auch den konsequenten Weg der Anpassung an die Gegebenheiten gehen und gerade jetzt in der Energiekrise nicht benötigte Ressourcen einsparen sowie nutzlose Verbraucher abschalten.

Und vielleicht würde eine „Verdichtung“ unserer Treffpunkte auch zu einer Belebung der Kontakte unter den Funkamateuren führen. Gerne lade ich zur Diskussion meiner Beobachtungen und Ableitungen über die Kommentarfunktion ein.

73, de Uwe – DL2UL