Möglichkeiten im Digitalfunk kennen und nutzen: Anruf mit dem Private Call

DMR als digitale Betriebsart bietet uns in vielen Betriebssituationen ganz neue Möglichkeiten. So auch, wenn wir einen Funkfreund gezielt rufen möchten. Im FM Relaisbetrieb vermuten wir in der Regel, wo unser Partner üblicherweise QRV ist und rufen dann gezielt auf dem Relais in FM. In DMR geht das besser.

Dazu muss ich entweder die DMR-ID meines Funkfreundes kennen oder ihn, noch besser, in meiner Kontaktliste auf dem Funkgerät bereits eingetragen haben. Ist das der Fall, wie im Beitragsbild zu sehen, markiere ich den Eintrag des Kontaktes und drücke einmal kurz die PTT. Über eine Relais oder einen Hotspot wird der Kontakt zum Brandmeister Netz hergestellt. Der Brandmeister Masterserver prüft, wo mein Funkfreund zuletzt QRV war und speichert das ab.

Nun drücke ich erneut die PTT und rufe. Wenn mein Partner sein Funkgerät im Brandmeister Netz QRV hat, egal wo, sollte nun mein Anruf aus seinem Lautsprecher kommen und er kann direkt antworten. Mit dieser Verbindung werden übrigens nicht sämtliche Relais aufgetastet, die Verbindung ist privat. Sie ist aber weder geheim noch verschlüsselt. Sie kann mitgehört werden, wenn ich z. B. auf dem Zielrelais ebenfalls QRV bin und den Monitor Modus aktiviert habe.

Was kann ich tun, wenn ich die DMR-ID gerade nicht zur Hand habe? Kein Problem, in jedem DMR Funkgerät kann mein eine Kontakt ID auch manuell eingeben. Wenn ich sie nicht habe, kann ich sie mit einer SMS mit folgendem Text abfragen: Info „Rufzeichen“ gesendet an die DMR ID 262993 und schon erhalte ich als Antwort die gewünschte DMR-ID .

Vorteile des „Private Call“ : Ich muss nicht wissen, wo sich mein Funkfreund gerade befindet (im Brandmeisternetz) und andere OM werden durch den Anruf nicht gestört. Weitere Infos findet Ihr im Brandmeisterhandbuch hier und hier. Viel Spaß beim Ausprobieren.

73, Uwe – DL2UL

Bluetooth headset am Yaesu FTM-400 – Gewinn an Komfort und Sicherheit

Ausgelöst durch die Gesetzesinitiative, die darauf abzielt, dass wir demnächst unsere Funkgeräte nicht mehr mit Handmikrofon betreiben dürfen, habe ich mich auf dem Markt mal umgesehen. Siehe da, für mein FTM-400 gibt es einen Bluetooth-Chip, den BU-2. Dieser Chip ermöglicht es, sehr viele handelsübliche Bluetooth headsets mit dem Funkgerät zu koppeln. Nun habe ich es ausprobiert und den BU-2 Chip bei Wimo bestellt. Natürlich ist der Preis von 95,00 EUR eine Unverschämtheit, wie das im Zubehörmarkt so üblich ist.

Der Einbau war super einfach. Das Teil wird einfach auf einen Sockel gesteckt. Anschließend erkennt das FTM-400 den Chip und man kann ein Headset verbinden. In meinem Fall ein Plantronics Modell, welches ich noch übrig hatte. Nun, ich fahre jetzt 2 Wochen damit und bin mobil qrv. Sowohl mit VOX als auch manuell. Wenn im Auto kein Radio läuft, funktioniert die VOX einwandfrei im Betrieb. Aber auch die Tastung am Headset funktioniert prima. Der Audiokomfort ist durch das Headset sehr angenehm. In der Einstellung Auto wird der Lautsprecher des Hauptgerätes abgeschaltet.

Eine sehr schöne Lösung für den Mobilbetrieb. Auch wenn es gesetzlich nun noch nicht gefordert wird. Wer dazu Fragen hat kann mich gerne kontakten.

Ein Wochenende voll Amateurfunk

Am Freitag haben wir uns wieder beim OV-Abend des Romeo 10 in Mönchengladbach getroffen. Kurzer Überblick über die aktuellen Aktivitäten, schöner Austausch mit OV-Kameraden über aktuelle Funkerlebnisse oder kleine Projekte oder auch Erlebnisse mit der Bundesnetzagentur. Auch die Rechnungen über EMV- und Frequenznutzungsgebühren sind bei vielen OM eingetroffen.

p1010061Am Samstag war dann Infonachmittag für den neuen Klasse E Lehrgang der Ortsverbände Möchengladbach und Nettetal im Gladbacher „Headquarter“.  Dazu gab es rechtzeitig eine schöne PR-Arbeit von Michael,  DB9DX und OVV Fritz, DO1OZ. Ein schöner Fernsehbeitrag des Lokalfernsehens Citivision (Link entfernt)  und passend am Samstag Morgen in der RP ein großer Artikel zum Amateurfunk. Update 20.11.2016: Leider musste Cityvision den Fernsehbeitrag wieder entfernen, da ein Mitglied unseres OV’s seine Persönlichkeitsrechte beeinträchtigt sah.

Am Sonntag habe ich mich dann noch mal mit D-Star, DMR und C4FM beschäftigt und mit diversen QSO-Partnern Meinungen ausgetauscht. Wie üblich hat jeder seine eigene Ansicht und ich habe meine jetzt weiter gefestigt.  Auch wenn die technischen Möglichkeiten im DMR sehr professionell sind und die Sprachqualität wirklich gut ist: Ich möchte gerne im UKW-Amateurfunk Geräte betreiben,

  • die ich einfach nach dem einschalten für QSOs nutzen kann ohne dauernd über Updates nachzudenken und mich durch diverse neue Netzbaustellen zu lesen, wenn ich mal ein paar Wochen nicht QRV war,
  • die ich einfach beim Spaziergang mit Hund mitnehmen und dann auch nutzen kann, da die Relaisinfrastruktur in meiner Wohngegend das auch ermöglicht,
  • bei denen ich mal eben eine Frequenz einstellen kann ohne dass ich das Gerät am PC programmieren muss,
  • mit denen ich mich einfach auf das Gespräch konzentrieren kann, ohne permanent darüber zu reden, dass es klötzelt oder man irgendwo gehört wird und woanders nicht,
  • bei denen ich mit Hilfe der mitgelieferten Bedienungsanleitung und dem gelieferten Gerät nach entsprechender angemessener Einarbeitung zum QSO-Erfolg komme, ohne tagelang Codeplugs im Netz zu suchen, Treiber zu installieren, Programmiersoftware zu suchen, Yahoo-Gruppen zu durchwühlen oder Google tagelang zu bemühen.

Fazit: Ich werde weiter die digitalen Betriebsarten beobachten und je nach Lust auch probieren aber ich werde mein Icom ID 5100 aus dem Auto ausbauen und durch ein FTM-400 ersetzen. Dieses Gerät bietet mir für meine bevorzugten Betriebsarten den besten Mix: Analoger UKW FM Sprechfunk, APRS und zunehmend C4FM Sprechfunk. DMR kommt für mich als „every day use“ nicht in Betracht, da viel zu komplex und nicht für Amateurfunk designed.

06.11.2016 / Uwe – DL2UL

Fotoshooting bei beim Saisonausklang des Modellbauclubs Krefeld

Das Schaufahren im Freibad Krefeld Hüls ist eine traditionelle Veranstaltung des Modellbauclubs Krefeld. Bei herrlichem Herbstwetter ein schönes Ziel für Fotografen. Ich war unterwegs mit Olympus OMD-EM 5, die Bilder sind mit dem Oly 40-150 mm, f/2.8 aus der Pro-Serie entstanden. Weitere Bilder gibt es hier.

27.09.2015 – ul.