Auch Windows PC werden kleiner

Vergleicht man die von Yaesu betriebene WiresX Infrastruktur mit den Alternativen in C4FM, wie zum Beispiel das YSF Protokoll, so war es immer schon ein großer Nachteil, das WiresX einen Windows PC benötigt während YSF, D-Star, DMR und andere Protokolle mit einem kleinen Linux basierten Hotspot auskommen.

Ich habe nun meinen Windows PC (ein übliches Business Gerät mit Intel Core i3) auf Windows 10 gegen einen Mini-PC mit Intel N5095 Prozessor getauscht. Das Gerät ist wirklich sehr klein, nicht so klein wie ein Nano Hotspot aber wirklich klein. Und er läuft einwandfrei und kam mit Windows 11. Die Leistung des Prozessors reicht für die Aufgabe völlig aus.

Damit habe ich erst mal einen stromsparenden Rechner für den Betrieb des WiresX Nodes, der es uns auch ermöglicht, die Relais DB0KX und DO0DNR in meinem Raum zusammen zu schalten für einen Relaisverbund. Ich hoffe, das kleine Teil macht jetzt erst mal seinen Job.

73, de Uwe – DL2UL

Inbetriebnahme des Grimeton Längstwellensenders erleben

Im Spätsommer diesen Jahres hatte ich die Gelegenheit, an einer Führung mit anschließender Inbetriebnahme des Längstwellensenders Grimeton in Südschweden teilzunehmen. Ein ganz besonderes Erlebnis. Im Rahmen einer aus nur zwei Personen bestehenden englisch sprachigen Besuchergruppe führte uns Fredrik hoch engagiert über das Gelände zur Antennenanlage und erläuterte das gesamte Bauwerk.

Der Sender Grimeton wurde im Jahr 1925 in Betrieb genommen. Die Maschinenanlagen wurden von der Firma General Electrics in New York in einer Serie mit Maschinen für insgesamt 20 Anlagen weltweit gebaut und dann nach Schweden verschifft. Im Ursprungszustand konnte der Sender damit eine Leistung von 400 KW auf Längstwelle erzeugen. Heute hat man zwei Speiseleitungen aus Kostengründen entfernt und damit sind noch 200 KW möglich.

Das Erdungsnetzwerk, das man unter den 2,6 Kilometer langen Antennentürmen verbaut hat, besteht aus über 14 Tonnen Kupferkabel. In seiner aktiven Zeit arbeiteten 60 Arbeiter täglich an der Wartung und dem Betrieb der Anlage. Bis auf Wartungsfenster war der Sender rund um die Uhr in Betrieb und seine Gegenstation war in New York. Der Sender ist noch voll funktionsfähig und geht jährlich zu zwei Terminen auf Sendung. Wenn man einmal gesehen hat, wie aufwändig das ist, weiss man auch, warum das nicht öfter passiert.

Die SAQ Grimeton Friendship Association besteht aus ca. 15 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die den Sender warten und auch betreiben. Man kann den Sender zu den Öffnungszeiten besichtigen, Führungen buchen und eine Inbetriebnahme erleben, bei der alle Maschinen hochgefahren werden aber die Antennen nicht auf Sendung gehen. Es war ein tolles Erlebnis.

Die Unterstützung der Alexander SAQ Grimeton Friendship Association sollte uns die paar Euro wert sein, um das Weltkulturerbe zu erhalten.

73, de Uwe – DL2UL (Member 1874 in 2025)

DB0KX: Aktualisierung der Netzanbindungen im Test

Das Betreuerteam für DB0KX hat heute einige Anpassungen in den Testbetrieb übernommen.

  1. Das unter 438.400 MHz ausgebende C4FM Relais ist nun nicht mehr über WiresX vernetzt sondern ist aktuell mit dem YCS Protokoll an den YCS Reflektor DE-C4FM Germany YCS 262 angebunden. Ein Vorteil ist damit, dass es mit jedem Relais oder Hotspot im YSF Protokoll erreicht werden kann, wenn das Relais oder der Hotspot ebenfalls mit DE-C4FM Germany verbunden ist. Darüber hinaus ist das Relais via Echolink mit der Kennung DB0KX-L 711602 erreichbar.
    Also haben wir jetzt auf 438.400 MHz ein deutschlandweit erreichbares Relais im YSF-Netz (also somit nicht Yaesu WiresX).
  2. Das unter 438.925 MHz ausgebende FM Relais ist nun nicht nur per FM sondern auch via C4FM im WiresX Netzwerk erreichbar. Es arbeitet im Relaisverbund mit DO0DNR in Mönchengladbach.
    Hier haben wir nun also einen lokalen Relaisverbund im WiresX Netz von Yaesu, mit dem eine gute Ausleuchtung im Kreis Viersen, Mönchengladbach und Teilen von Krefeld zur Verfügung steht.

Hier ein Überblick über das Gesamtangebot von DB0KX:

23cm-Band: 1298.250 MHz (RX -28 MHz)
FM

70cm-Band: 438,400 MHz (RX -7,6 MHz)
YCS262 / FM
Echolink: DB0KX-L 711602

70cm-Band: 438.925 MHz (RX -7.6 MHz)
FM / C4FM Room No. 28601
Echolink: DB0KX-R 501790
Derzeit im Verbund mit DO0DNR

Funkruf: 439.9875 MHz POCSAG DAPNET

APRS 2m: 144.800 MHz (simplex 1200Bd) AX25

LoraAprs: 433.775 MHz

HamNet West: 5825 MHz
HamNet Ost: 5695 MHz

Das Betreuerteam freut sich über Feedback, gerne über die Kommentarfunktion.

73, de Uwe – DL2UL

DB0KX: Tests zu alternativen Netzanbindungen

Die Nutzer von DB0KX digital werden sich eventuell über die Netzanbindung in den nächsten Wochen wundern. Seit einigen Monaten war das Relais über WiresX mit dem Raum DL-Nordwest verbunden. Diese Verbindung wurde zunächst deaktiviert. Ursprungsidee für die Relais DB0KX und DO0DNR war ein Relaisverbund, der in C4FM die Bereiche Mönchengladbach, Viersen und Teile von Krefeld abdeckt.

Diesen Relaisverbund hat das Betreuerteam wieder hergestellt. Wir wollen zunächst mal den Ursprungszustand wieder testen. Schreibt als Nutzer der beiden Relais gerne Eure Meinung in die Kommentare. Das schönste Feedback ist natürlich, wenn die Relais genutzt werden.

Wir bleiben in Kontakt. 73, de Uwe – DL2UL

Tipp: Erste Hilfe Set auch bei Funkaktivitäten in der Natur

Wenn man unterwegs schon mal eine Verletzung versorgen musste, dann ist man natürlich sensibilisiert. Aber ein einfaches erste Hilfe Set kann ich nur jedem, der sich draußen in der Natur bewegt, dringend empfehlen.

Auch bei Funkaktivitäten ist eine Verletzung schnell passiert und wenn man dann gar nichts hat und es ist Wochenende kann eine solche Wunde auch schon mal schnell einige Stunden unversorgt bleiben mit nicht abschätzbaren Folgen. Daher stelle ich euch heute mein frisches Update meines Erste-Hilfe Sets vor. Wer noch Tipps für mich hat, um es zu ergänzen, gerne über die Kommentare.

Die Tasche ist eine schlichte Tasche mit Mollesystem und passt optimal zu meinen Rucksäcken. Die medizinischen Produkte sind einzeln gekauft. Aber auch ein fertiges Set ist besser als nichts.

73, Uwe – DL2UL

Hier die Packliste:

  1. Dreiecktuch
  2. Div. Pflaster verschiedene Größen
  3. Verbandspäckchen groß 3 Stück
  4. Verbandspäckchen klein 3 Stück
  5. Rolle Tape Kleber
  6. Erste Hilfe Handschuhe 4 Stück
  7. Wundauflage 10 x 10
  8. Div. Kleinere Wundauflagen
  9. Bandagen weiss, 3 Stück
  10. Verbandsschere
  11. Wunddesinfektionsmittel Sprühflasche
  12. Sicherheitsnadeln diverse
  13. Pinzette
  14. Zeckenhebel 2 Stück
  15. Alarmpfeife
  16. Streifen Ibuprofen Schmerzmittel

Stand: 09.05.2024

Bald ist es soweit: 6. Funktag in Kassel

Kassel ist eine Stadt ziemlich in der Mitte von Deutschland, dies führt zu einer besseren Erreichbarkeit für viele OM und YL, denn die Ham-Radio am Bodensee ist für mich und viele andere schon eine echte Reise, mit entsprechendem Aufwand für Übernachtung und Fahrt, was auch natürlich die Kosten treibt.

Am 27.04.2024 startet der DARC Funktag in Kassel im Messegelände bereits in der 6. Ausgabe. Erste Infos gibt es auf der Seite des DARC. Geboten wird neben einem Funkmarkt mit Anbietern von Neuware natürlich wieder einen Flohmarkt, ein Vortragsprogramm, ein Außengelände und viele ideelle Aussteller. Nicht zu vergessen die tolle Möglichkeit, Gleichgesinnte auch mal persönlich zu treffen. Eine Ham-Radio im Kleinformat, wie ich finde, dafür besser erreichbar. Mir hat es immer viel Spaß gemacht.

Für Wohnmobilisten: Sehr empfehlenswert ist die Anreise am Freitag bereit mit dem Wohnmobil. Da ergeben sich nette Kontakte und man ist am nächsten Morgen schon ausgeruht vor Ort. Allerdings dran denken: Keine Ver- und Entsorgung möglich!

Vielleicht treffen wir uns ja am 6. Funktag in Kassel.

73, Uwe – DL2UL

TH-D75e: Reflektorbetrieb ohne Hotspot oder Repeater

Das wollte ich mir einfach mal ansehen. Im Kenwood TH-D75 gibt es einen Terminalmodus, der es ermöglicht, ohne Repeater oder Hotspot, direkt über Reflektoren Gespräche zu führen. Wie funktioniert das? Alles was man dazu benötigt ist ein Android Smartphone mit einer Betriebssystemversion > 7.01 und die Software BlueDVConnect von David, PA7LIM. An dieser Stelle herzlichen Dank an David, der diese Software kostenlos zur Verfügung stellt. Eine Lösung für iOS ist mir leider bisher nicht bekannt.

Sehen wir uns das Schrittweise an:

  1. Bluetooth am Kenwood einschalten: Menü 930
  2. Smartphone und TH-75 pairen: Menü 934
  3. Einschalten des Terminalmodes: Menü 650
  4. Darauf achten: Das DV-Gateway muss der Bluetooth Schnittstelle zugewiesen werden: Menü 985
  5. Im Menü „Einstellungen“ = Schraubenschlüssel, der App das persönliche Rufzeichen ergänzen. Die Frequenz ist nicht relevant weil ja kein 70cm Funk sondern Bluetooth für die Kopplung zwischen Funkgerät und Smartphone genutzt wird.
  6. Dann noch in der App einen passenden Reflektor wählen und oben rechts einschalten und connecten.

Der Terminalmode im Kenwood erfordert allerdings den Monobandmodus, es steht also nur VFO „A“ zur Verfügung. Nun ist es auch möglich, mit den Reflektorbefehlen des Funkgerätes (Wippe nach oben etwas halten) die Verbindung zu den Reflektoren auf dem Handy zu steuern.

Fazit: Eine schöne weitere Möglichkeit, direkt mit dem Funkgerät und dem Handy ohne weitere Hotspot-Hardware Reflektorbetrieb zu machen. Heute hat mir dann ein OM aus dem Ortsverband R10 die Frage gestellt, warum ich dann das Funkgerät nicht ganz weglasse. Nun, das wäre ja mit dem AMBE-Stick auch möglich. Es handelt sich in allen Möglichkeiten nur um Optionen. Unser Hobby ist ja geprägt von Experimentierfreude. Also testen wir natürlich, was geht.

Viel Spaß und Erfolg beim Testen.

73, Uwe – DL2UL

Kenwood TH-D75E: Tipp-Sammlung zur Konfiguration

Dieser Beitrag nimmt alle Tipps zur Konfiguration des Handfunkgerätes Kenwood TH-D75 auf. Die meisten funktionieren auch auf dem TH-D74.

  1. Scan von Speichergruppen
    Mit der Taste „MR“ in den Speichermodus wechseln. Dann gewünschte Gruppe mit den Wipptasten nach rechts oder links (1 Sek. halten) auswählen. Wenn man in seiner Gruppe ist, startet man den Gruppenscan mit längerem Druck auf die Taste „MR“.

2. Audio beim Empfang von APRS stummschalten
Diesen Tipp hatte ich schon mal für das TH-D74 beschrieben und er funktioniert auch am neuen Gerät.

3. Speichergruppen scheinbar nicht abrufbar
Auch diesen Tipp habe ich schon für das TH-D74 beschrieben.

4. Sie Micro-SD Karte für das TH-D75 darf maximal 32 GB groß sein. Dies sollte allerdings auch reichen.

Die Reihe wird nach Erfahrungen fortgesetzt.

73, Uwe – DL2UL

Kenwood TH-D75 Tipp zur D-Star Konfiguration

Die Konfiguration des TH-D75 für D-Star ist im Netz gut beschrieben und illustriert, da hier im Wesentlichen die Hinweise zum TH-D74 gelten. Dennoch hier ein unter viel Zeit und Nerven gefundener Tipp, der für beide Geräte gilt:

Erster Schritt bei der Konfiguration ist der Eintrag im Feld „MYCALL“. Dieses Feld besteht aus 8 Zeichen für das Rufzeichen, und dann einem Suffix, in dem man eine Zusatzinfo eingeben kann.

Entscheidender Hinweis: Das gesamte Feld sollte immer in Großbuchstaben (oder Ziffern) gefüllt sein.

  • Also nicht „DL2UL /Uwe
  • Sondern „DL2UL /UWE

Dieser wirklich kleine Unterschied führt im Betrieb mit Reflektoren bei einigen Reflektoren dazu, dass man einfach nicht geroutet und damit auch nicht gehört wird. Erkennbar auch daran, dass die Aussendung im Dashboard des Reflektors nicht erscheint. Überliefern kann ich dieses Verhalten von den Reflektoren XLX456C, DCS421D und XLX421D.

Danke an Thoshen, KE0FHS, der diesen Tipp auf seiner Webseite beschrieben hat.

73, Uwe – DL2UL

Elektronische Patientenakte – Komplexität tötet Akzeptanz

Heute habe ich es gewagt und meine elektronische Patientenakte aktiviert, da mir die Grundidee plausibel vorkommt und es einfach Sinn macht, wenn verschiedene behandelnde Ärzte gemeinsam auf die Infos zugreifen, an statt dauernd neue Analysen und Untersuchungen zu machen, deren Ergebnisse bereits verfügbar sind. Ziel der Politik kann nur sein, diese neue Form der Digitalisierung des Gesundheitswesens in eine Massenverbreitung zu bekommen.

Sorry Leute, das wird so nie funktionieren. Ich bin aufgrund meiner beruflichen Bildung in administrativen und IT-Fragen versiert. Daher konnte ich mich durch die Neuanlage eines ID-Kontos bei meiner Krankenkasse, Festlegung von diversen Passworten und Codes für die App-Nutzung und schließlich die Installation der Post-ID Anwendung kämpfen um dann die Legitimation via ePersonalausweis (den ich bereits aktiv hatte) zu nutzen. Es ist in diesem Zusammenhang übrigens vollkommen fehlgeleitet, wenn die Regierung die Rücksetzbriefe für den ePerso abschafft, da dies die mit Abstand größte Hürde für den Einsatz des elektronischen ePersonalausweises ist. Wir haben einfach die Pin vergessen. Kommt vor.

Nun stehe ich vor einer vollständig leeren Patientenakte, bei der ich nun medizinische Partner, wie meinen Hausarzt von Hand anlegen muss und auch sämtliche weitere Erkenntnisse meiner Krankenkasse erst mal nicht verfügbar sind.

Was bleibt? Ein aus meiner Sicht extrem kompliziertes Verfahren, mit dem weite Teile unserer Bevölkerung vollständig überfordert werden. Und damit wird es Jahrzehnte dauern, wenn es überhaupt gelingt, einen relevanten Teil von Patienten zu überzeugen, um einen positiven Nutzen auf Prozesse und Kosten zu erreichen.

Herr Lauterbach: Ich würde noch mal über Vereinfachungen und ein positiveres Nutzererlebnis nachdenken.