Grabgesang auf mein Yaesu FT5-D

Meine Amateurfunklaufbahn begann mit einem Yaesu VX7. Dieses Gerät war fast unzerstörbar. Ich glaube ich habe danach viele weitere Geräte aus der Handfunkproduktpalette von Yaesu betrieben, über FT1, FT3 und nun zuletzt das FT5-D. Warum schreibe ich zum Ende eines Funkgerätes einen Artikel? Ja, ich sage es ganz ehrlich: Um mit dieser Marke und ihrer nachlassenden Produktqualität mal abzurechnen und die Erfahrung an andere Funkamateure weiter zu geben.

Das FT5-D ist das mit Abstand schlechteste Handfunkgerät aus der Yaesu Flaggschiff-Reihe über viele Jahre. Mein Ärger fing eigentlich schon gleich nach dem Kauf an:

Mangelnde Bluetooth-Funktionalität
Von Beginn an fiel das Gerät durch eine sehr geringe Bluetooth Reichweite zwischen Gerät und Headset auf. Dabei spielte es auch keine Rolle, ob man das original Yaesu Headset oder andere, wirklich hochwertige Headsets verwendet. Ich hatte beides im Einsatz, als Fremdprodukt das PPT-Legend, ein wirklich hochwertiges Headset. Je nachdem wie man das Funkgerät im Anorak oder am Rucksack platziert, rauscht die NF-Verbindung oder es gibt Unterbrecher. Dieses Verhalten tritt nicht nur an meinen beiden Geräten auf sondern wurde auch von mir mit DL1ER damals intensiv nachgestellt. Im Ergebnis habe ich dann das Gerät mit kabelgestütztem Lautsprechermikrofon benutzt. Jedes mir bekannte Handfunkgerät macht das besser: Kenwood TH-D75, alle Anytones, Icom ID-52, Aliunce HD-2.

Mangelnde Bluetooth Kompatibilität
Von VGC gibt es ein Bluetooth Lautsprechermikrofon BHM-88. Dieses Mikro ist gedacht für die Geräte von VGC, wie das VN-76. Ergänzend wird noch ein Modus für die Icom ID52, IC705 und für Yaesu Geräte geboten. Während das unter Icom Geräten einwandfrei funktioniert, erkennt das FT5 das Mikro, koppelt aber nicht. Dies liegt an eine Modifikation des Bluetooth Protokolls, mit der Yaesu Fremdprodukte blocken will.

Bedienerunfreundliche CPS Programmierungs-Prozeduren
Ein CPS-Update des FT5 ist mit SD-Karte möglich, nicht jedoch mit dem beigefügten Kabel. Dieses Kabel ist nur für Firmware Updates gedacht. Am Programmierkabel will man zusätzlich Kohle machen. Dazu kommt, dass ab Windows 11 die alten Kabel nicht mehr unterstützt wurden und man neue kaufen sollte. Ich rate dringend von den Yaesu Kabeln ab und rate zu Kabeln und Software von RT-Systems.

Bedienerunfreundliche Firmware Updates
Hat man ein Kabel, was zur eigenen Windows-Version passt, stellt sich die Update Prozedur wirklich fummelig dar. Mit kleinem Mikroschalter an der Seite, dessen Stellung für ältere Menschen kaum ablesbar ist. Hier liefern eigentlich alle Hersteller von Anytone bis Kenwood deutlich nutzfreundliche Lösungen. Von einem USB-C Anschluss zum Laden oder für Daten mal nicht zu reden.

Mangelnde mechanische Qualität des Gehäuses
Was mir bei einem Handfunkgerät noch nie passiert ist, schon gar nicht bei den bisherigen Yaesu-Geräten, ist der Bruch des Außengehäuses. Beide schmalen Längsseiten des Gerätes sind mit sovielen Anschlüssen und Tastern belegt, dass kaum noch stabile Gehäuseelemente zur Verfügung stehen, um das Gerät vor Belastungen zu schützen. So ist bei mir an der PTT Seite auch ein Bruch aufgetreten, der die Stabilität der Akku-Aufnahme beeinträchtigt. Dieser Bruch war keineswegs Folge eines Sturzes sonder ist während einem normalen Akkutausch aufgetreten. In der Folge klemmen die Akkus nur noch eingeschränkt, mit der Folge, dass das Funkgerät nicht zuverlässig einschaltet. Das ist ein Mangel, der einfach in dieser Preisklasse nicht vorkommen darf.

Zusammenfassung und Fazit
Mit dem FT5D liefert Yaesu ein Handfunkgerät aus, welches zwar HF-Technisch gute Leistungen zeigt, als hochpreisiges Geräte aber erstaunliche Schwächen aufweist. Besonders ärgerlich ist das strukturell bruchanfällige Gehäuse. Auch die weiteren Schwächen sind bei anderen Herstellern längst gelöst. Dazu kommt mein Eindruck, dass man durch Blockieren von Fremdprodukten und den Zwangsverkauf von Zubehör die Erträge noch weiter steigern möchte, als dies mit den hohen Preisen schon geschieht.

Der Kauf eines Nachfolgegerätes, wenn es denn auf den Markt kommt, werde ich maximal sorgfältig abwägen, falls er überhaupt in Betracht kommt.

73, Uwe – DL2UL

Einführung in die Betriebsart C4FM und ihre Netzwerkprotokolle

am 11.01.2025 fand auf Treff.darc.de ein Vortrag zur Einführung in die digitale Betriebsart C4FM mit ihren Netzwerkprotokollen sowie dem Umgang in der Praxis statt.

Wie versprochen stelle ich das Manuskript des Vortrages in Form einer Mindmap als PDF zum Download zur Verfügung. Viel Erfolg beim Testen!

vy 73, Uwe – DL2UL

Tipp: Erste Hilfe Set auch bei Funkaktivitäten in der Natur

Wenn man unterwegs schon mal eine Verletzung versorgen musste, dann ist man natürlich sensibilisiert. Aber ein einfaches erste Hilfe Set kann ich nur jedem, der sich draußen in der Natur bewegt, dringend empfehlen.

Auch bei Funkaktivitäten ist eine Verletzung schnell passiert und wenn man dann gar nichts hat und es ist Wochenende kann eine solche Wunde auch schon mal schnell einige Stunden unversorgt bleiben mit nicht abschätzbaren Folgen. Daher stelle ich euch heute mein frisches Update meines Erste-Hilfe Sets vor. Wer noch Tipps für mich hat, um es zu ergänzen, gerne über die Kommentare.

Die Tasche ist eine schlichte Tasche mit Mollesystem und passt optimal zu meinen Rucksäcken. Die medizinischen Produkte sind einzeln gekauft. Aber auch ein fertiges Set ist besser als nichts.

73, Uwe – DL2UL

Hier die Packliste:

  1. Dreiecktuch
  2. Div. Pflaster verschiedene Größen
  3. Verbandspäckchen groß 3 Stück
  4. Verbandspäckchen klein 3 Stück
  5. Rolle Tape Kleber
  6. Erste Hilfe Handschuhe 4 Stück
  7. Wundauflage 10 x 10
  8. Div. Kleinere Wundauflagen
  9. Bandagen weiss, 3 Stück
  10. Verbandsschere
  11. Wunddesinfektionsmittel Sprühflasche
  12. Sicherheitsnadeln diverse
  13. Pinzette
  14. Zeckenhebel 2 Stück
  15. Alarmpfeife
  16. Streifen Ibuprofen Schmerzmittel

Stand: 09.05.2024

Längstwelle empfangen mit dem Kurzwellentransceiver

Das wollte ich immer schon mal machen, seitdem ich vor einigen Jahren und zuletzt im August den schwedischen Langwellensender Grimmeton besucht habe: Die Aussendungen von SAQ am eigenen Funkgerät aufnehmen. Ich verfüge über einen Yaesu FTDx10 Kurzwellen Trx. Sein unterster Arbeitsbereich ist das 160 Meter Band, um 1.800 Khz. Der schwedische Längstwellensender sendet allerdings auf 17,2 kHz, das ist mit dem Gerät so nicht empfangbar bzw. die Empfindlichkeit ist zu gering.

Im Funkamateur Nr. 9/2023 wurde auf der Seite 710 ein Langwellenkonverter aus der Schweiz vorgestellt, der UC-1S. Dieses kleine Gerät kann im Shop der Zeitschrift Funkamateur als Fertiggerät erworben werden. Es benötigt eine eigene Stromversorgung 11-15 Volt und wird in den Signalweg des Kurzwellentransceivers eingeschleift. Der Konverter verfügt über SMA-Buchsen für Ein- und Ausgang. Daher habe ich mir entsprechende Patchkabel mit SMA Stecker und PL-Buchse beschafft.

Sobald der Konverter mit Spannung versorgt ist, setzt er das LW und MW-Band in das 10 Meter Band des Trx um. Das bedeutet, man schaltet die Bandwahl des Kurzwellengerätes auf 28 MHz und hört dann die Lang- und Mittelwelle. Eingangsfrequenz des Konverters ist 0 – 2 MHz und Ausgangsfrequenz ist 28 – 30 MHz. Will man also SAQ auf 17,2 kHz empfangen, stellt man die Frequenz am Kurzwellengerät im Konverterbetrieb auf 28.0172 kHz ein.

Die Konfiguration klappt einwandfrei und ermöglicht nun die Aussendungen auf dem Längstwellenband bis zur Mittelwelle mit der guten Selektivität des Yaesu FTDx10 (oder jedes anderen Kurzwellengerätes) und seinen Filtermöglichkeiten aufzunehmen. Ich freue mich schon auf die nächste Sondersendung von SAQ auf 17,2 kHz.

73, Uwe – DL2UL

Kritische Auseinandersetzung von Arthur – DL2ART mit dem DARC-Chat – Ein Rohrkrepierer?

Zunächst mal der Input in Form eines Links auf das Video von Arthur Konze, DL2ART

Dieser Videobeitrag führt zu einer lebhaften Diskussion auf Youtube, bei der jedoch Kommentare, die absolut höflich und sachgerecht sein können, von YouTube zensiert werden. Daher nutze ich meine eigene Plattform für meine Meinung zum Thema.

Zunächst mal großen Respekt für Arthur, der sich traut, eine ehrenamtliche und sicher auch gut gemeinte und positive Aktivität kritisch zu beleuchten. Das ist immer heikel und man gilt dann schnell als „Nestbeschmutzer“, was natürlich Unsinn ist.

Die Wahrheit ist einfach manchmal hart und das „Loslassen“ bei fehlgeleiteten Projekten ist oft schwer. Bei uns im OV Romeo 10 kam der DARC-Chat natürlich auch viel zu spät, um noch einen Mehrwert zu bieten, wir sind erfolgreich von Whatspp aus Gründen des Datenschutzes auf Signal gewechselt und das funktioniert auch gut. Jetzt haben wir noch zusätzlich einen Raum im DARC-Chat, wo aber nur wenige Mitglieder dabei sind. Warum auch?

Auch der Aspekt, interessierte „Nicht-Mitglieder“ mal schnell in die Gruppe auf Signal einzubinden ist kein Problem. Bringen wir es auf den Punkt: Nicht alles, was technisch geht ist auch sinnvoll. Der Bedarf an Messengern kann längst auch mit Daten sichernden Diensten wie Signal oder Threema und, wenn man nicht so Daten sensibel ist, im übrigen durch WhatsApp gedeckt werden.

Für den DARC gilt die Empfehlung: Richtet die Ressourcen junger begeisterter Menschen auf attraktive Themen oder Dienste, wie z. B. Instagram. Und in einem Punkt hat Arthur auch recht: Wir sind Funkamateure und wir haben jede Menge Möglichkeiten der Kommunikation via Funk! Das sollte für uns im Mittelpunkt stehen!

Gerne lese ich weitere Meinungen auch über meine Kommentarfunktion, da wird nicht zensiert, solange es höflich und sachgerecht zugeht.

73, Uwe – DL2UL

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DL2UL.de war offline

Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für den Service von WordPress.com brechen. Ich hatte durch eine Verkettung von Aktivitäten den Blog komplett gelöscht, was wirklich sehr traurig war, denn es gibt ja nun immer auch Wissen und Tipps, die sich in so einem Blog sammeln. Nach einer kleinen Sicherheitsprozedur war es aber nun möglich, den Blog weitgehend wieder herzustellen.

Ich freue mich und danke den treuen Lesern, die sich nach dem Verbleib erkundigt haben.

73, Uwe – DL2UL

Hilfe: Icom ID-52 übermittelt DPRS-Daten nicht an APRS.FI

Das ID-52e ist derzeit mein absolutes Lieblingsgerät, mit dem ich noch mal wieder richtig in D-Star aktiv geworden bin. Es ist auch nicht das erste Gerät dieser Serie, welches durch meine Hände gegangen ist.

Leider gelingt es mir mit diesem Gerät nicht, die DPRS-Aussendung nach ARPS.FI zu übermitteln. Das war sowohl mit dem ID-31 als auch mit dem ID-51 nie ein Problem. Das ist mein aktueller Status:

  • Tests sowohl über das Relais in Cuxhaven als auch über den OpenSpot3
  • Im Dashboard des Reflector DCS001 sowohl im Modul C als auch in D wird meine Aussendung mit GPS A angezeigt.
  • Das Funkgerät hat Kontakt zu GPS und zeigt einwandfrei die Position an
  • Es wurde eine SSID gewählt, die noch nicht von mir genutzt wurde und in der APRS Datenbank nicht bekannt ist.

Wer also noch einen Tipp für mich hat, dem wäre ich sehr dankbar. Gerne auch über die Kommentarfunktion. Vielen Dank.

73, Uwe – DL2UL

Update 29.12.2022

Das Problem ist erst mal gelöst und die Geo-Daten werden nun auf APRS.FI angezeigt. Die genaue Ursache konnte nicht ermittelt werden. Allerdings verdichten sich die Anhaltspunkte, es es sich um ein Sonderzeichen im APRS Kommentarfeld handelt, welches im Gerät (nicht in der Software) sichtbar ist, aber nicht einfach entfernt werden kann.

Lösung: Die Einstellungen habe ich noch mal komplett aktuell vom OV A23 heruntergeladen und neu installiert und angepasst. Hierbei sollte man nicht mit der Original-Software das APRS Kommentarfeld anfassen. Mit der Software von RT-Systems konnte das Feld dann editiert werden. Ich hoffe, dass Updates in der Zukunft das Problem beseitigen, denn die aktuelle Lösung ist ja wohl nur ein „workarround“.

Update 14.03.2023

Die Lösung ist da: Ich habe die GPS-Einstellungen im ID-52 und im IC 705 noch mal sorgfältig durchgearbeitet und gemäß Handbuch eingestellt. Ein anschließender Test auf einer Direktfrequenz mit den Geräten zeigte, dass die GPS-Daten sauber übertragen wurden und die GPS-Bildschirme wie geplant auf den Geräten angezeigt wurden.

Am Pi-Star Hotspot habe ich dann noch den APRS Hostmodus aktiviert (der war bei mir aus). Das ist ein Schalter im Konfigurationsmenue. Von diesem Moment an funktionierte die Übertragung der GPS-Daten auch nach APRS.FI und zwar mindestens über den Reflektor DCS001 ganz stabil und bei jedem Durchgang. Bei anderen Reflektoren klappt das nicht immer. Beim XLX456C werden aber auch die GPS-Daten von Gerät zu Gerät übertragen (getestet mit DG8DQ) aber nicht nach APRS.FI übertragen.

Damit ist das Rätsel aus meiner Sicht gelöst.

73, Uwe – DL2UL

Erste Versuche mit Lora APRS

In den vielen Jahren, in denen ich mich nun schon mit dem Amateurfunk beschäftigte, hat mir die Betriebsart (oder das Protokoll) APRS immer besonders viel Spaß gemacht. Fast alle meine Funkgeräte sind APRS fähig und nutzen dabei die Frequenz 144.800 Mhz für den Austausch der Nachrichten und Baken.

In unserer Gegend bemerkt man allerdings zunehmend, dass die Flächenabdeckung mit APRS Digis, die empfangene Signale ins Netz transportieren, geringer wird. Dafür breitet sich hier gerade eine neue Technik aus: Lora-APRS.

Über das Lora Netzwerkprotokoll gibt es im Internet jede Menge Quellen. Ich robbe mich mal an das Thema ran mit dem APRScube von DL3DCW, einem sehr kompakten und modular aufgebauten Gerät auf Basis des M5Stack, einer open-source Hardware Plattform, die aufgrund ihrer Steckmodule sehr einfach zu handhaben ist. Alle Infos zum APRScube gibt es hier!

Lora APRS der Funkamateure benutzt das 70 cm Band und arbeitet mit sehr kleinen Leistungen zwischen 30 Milliwatt und 1 Watt. Es ist erstaunlich, aus welcher Entfernung diese Aussendungen trotz widriger Empfangsbedingungen an meinem igate gehört werden. Ich bin gespannt, wie sich die Nutzung der Technik insbesondere von mobilen Stationen weiter entwickelt.

APRS iGate auf RaspberryPi

APRS ist ein Kommunikationsprotokoll, welches ich schon viele Jahre im Amateurfunk gerne nutze, sei es im Auto mit Mobilstation, zu Fuß oder mit dem Fahrrad mit einem Handfunkgerät.

Nun habe ich endlich mal die Gelegenheit gefunden, ein APRS iGate auf einem Raspberry Pi aufzubauen. Hierbei habe ich zwei Anleitungen genutzt, die ich weiter unten verlinke. Ein iGate ist eine Station, die im reinen Empfangsbetrieb APRS-Aussendungen empfängt und via Internet in das APRS Netz übermittelt. Jedes iGate sorgt also dafür, dass APRS-Stationen besser gehört und ins Netz übermittelt werden. Genutzt wird hierbei die klassische Frequenz 144.800 Mhz im 2 Meter Band.

Benötigte Komponenten: Ein Raspi, gerne auch älteres Modell (in meinem Fall einer aus dem Jahre2014), eine Internetanbindung, Netzteil, ein RTL-Stick, ich empfehle einen mit TXCO für mehr Frequenzstabilität. Es geht aber auch ohne, da die Frequenzabweichung auch ermittelt und korrigiert werden kann. Das von mir verwendete Modell ist ein NooElec NESDR. Dazu noch eine eine Antenne für 2 Meter. Danke an die Autoren der Anleitungen!

Quellen für die Anleitungen:
Installation APRS iGate von DO7PSL
Anleitung von Andreas Roth aus Österreich

Aktuell läuft das iGate nun unter DL2UL-10 im Testbetrieb mit einer Unterdach-Antenne. Ich freue mich, dass es funktioniert.

73, Uwe – DL2UL

Tipps aus der Einarbeitung zum Kenwood TH-D74e

Audio bei der Übertragung von APRS-Sendungen stumm schalten

Trotz intensiver Suche im Handbuch findet sich im TH-D74e keine Funktion wie z.B. das „APRS mute“ beim Yaesu FT3. Wenn also das Gerät mit aktivem APRS betrieben wird, nerven die Übertragungen sehr schnell. Es gibt zwei Lösungsansätze:

  • Menü 910: Balance der Audioausgabe so einstellen, dass der VFO mit APRS-Betrieb nicht mehr zu hören ist. Funktioniert, aber nicht so elegant, weil die Audioeinstellung dann jedes mal wieder an neue Betriebssituationen angepasst werden muß.
  • Besser: Einen eigenen Speicherkanal für die APRS Frequenz anlegen und den mit einem Tonesquelch belegen. Damit öffnet der Squelch nicht mehr, die Datenpakete werden aber einwandfrei verarbeitet. So sieht das dann in der MCP74 Software aus.

Warum ist eine Speichergruppe plötzlich nicht mehr abrufbar?

Situation: Ich habe eine Speichergruppe für Frequenzen im Bereich 118 – 123 MHz angelegt und erfolgreich in das TH-D74e übertragen. Die Speichergruppe und die Kanäle sind im Listing sauber abrufbar. Problem: Beim Abruf der Speichergruppe im VFO A wird die Gruppe jedoch stets ausgeblendet und ist nicht verfügbar.

Lösung: Die durchgehende Frequenznutzung des TH-D74e steht nur im VFO B zur Verfügung. Ruft man die Gruppe dort ab, wird sie einwandfrei angezeigt und die Kanäle können abgerufen werden.

73, Uwe – DL2UL